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Inkasso-Umfrage: Zahlungsmoral bleibt gut zum Jahresende
11.12.2017 Zum Jahresende bleibt die Zahlungsmoral gut, zumindest berichten 66 Prozent der Inkassounternehmen, dass Rechnungen genauso gut bezahlt werden wie noch Anfang 2017. Schwierigkeiten hat allerdings der Onlinehandel. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) Berlin hat seine 560 Mitgliedsfirmen dazu befragt.
Der aktuell positive Zahlungsmoral-Trend ist laut den Umfragen der Inkassowirtschaft seit 2010 ungebrochen. Auch für 2018 erwarten 77 Prozent der Inkassounternehmen eine unverändert gute Rechnungstreue. Liquiditätsengpässe durch Zahlungsverzögerungen oder gar vollständige Forderungsverluste stellen Unternehmen nach wie vor auf die Probe. Vor allem im Online- und Versandhandel gibt es einige schlechte Kunden, die es darauf anlegen, sich um ihre Zahlungsverpflichtungen herumzudrücken und Gläubiger so zu schädigen.
Die Inkasso-Umfrage belegt, dass das vor allem konsumintensive Branchen trifft. 55 Prozent der Inkassounternehmen melden, dass der Onlinehandel Schwierigkeiten hat, das Geld seiner Kunden pünktlich zu erhalten. Jeder Zweite in der Umfrage (50 Prozent) nennt zudem Energieversorger. Weitere Problembranchen sind demnach das Handwerk (44 Prozent), Betreiber von Fitnessstudios (44) und Vermieter (32). Kaum Probleme hat derzeit dagegen der Groß- und Außenhandel (3 Prozent).
Auf die Frage, warum gewerbliche Schuldner Rechnungen nicht wie vereinbart bezahlen, nennen 67 Prozent der Inkassounternehmen einen vorübergehenden Liquiditätsengpass. 52 Prozent beobachten hohe Zahlungsausfälle innerhalb der eigenen Kundschaft als Ursache. Verfügt das Unternehmen dann auch nur über ein schwaches betriebliches Forderungsmanagement, drohen Liquiditätsengpässe, die es ihm erschweren, eigene Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig zu erfüllen - der Dominoeffekt bei der Zahlungsmoral.
