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Deutsche sind weniger online
09.06.2026 Die Deutschen verbringen viel Zeit im Netz, gehen mit digitalen Angeboten aber bewusster um. Besonders jüngere NutzerInnen wollen ihre Onlinezeit weiter reduzieren, während Ältere mit ihrer aktuellen Nutzung meist zufrieden sind.
Die Ergebnisse stammen aus der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2026. Für die Untersuchung wurden im Mai 2026 insgesamt 3.050 EinwohnerInnen befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge digitale Entwicklungen in verschiedenen Lebensbereichen, insbesondere auch mit Blick auf Finanzthemen.
Jüngere NutzerInnen wollen bewusster offline sein
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Jetzt Mitglied werden"Mobil ins Internet zu gehen, gehört fest zum Tagesablauf der Deutschen. Über das Smartphone einkaufen, chatten oder Bankgeschäfte erledigen erleichtert den Alltag. Das nehmen wir an der stetig steigenden mobilen Nutzung unserer Apps wahr", sagt David Dommel , Leiter digitales Performance-Marketing der Postbank. Zugleich wollten vor allem junge Menschen auch einmal offline sein, besonders beim ständig verfügbaren Handy.
Digitale Reichweite wird selektiver
Für Marketer zeigt die Studie eine Verschiebung im Nutzungsverhalten: Digitale Reichweite bleibt hoch, aber Aufmerksamkeit wird selektiver. Wer Zielgruppen über mobile Kanäle, Messenger oder Social Media erreichen will, muss stärker begründen, welchen konkreten Nutzen ein Kontakt bietet.77 Prozent der Deutschen nutzen Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram mehrmals pro Woche oder täglich. Das sind vier Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Suchmaschinen wie Google verwenden 74 Prozent der Befragten mehrmals pro Woche bis täglich. Auf Instagram , TikTok und anderen Social-Media-Angeboten sind 64 Prozent täglich oder mehrmals pro Woche aktiv; 2025 waren es noch 71 Prozent.
Auch die Nutzung von YouTube ging laut Studie zurück. Online-Banking blieb dagegen stabil: Jeder zweite Deutsche nutzt es genauso häufig wie im Vorjahr. Aus Sicht der Postbank unterscheiden NutzerInnen stärker zwischen notwendigen und verzichtbaren digitalen Aktivitäten.
41 Prozent derjenigen, die das Internet seltener nutzen möchten, wollen die gewonnene Zeit mit Familie, FreundInnen oder Hobbys verbringen. Unter 40-Jährige reduzieren ihre Onlinezeit besonders häufig, um Ablenkungen zu vermeiden. Für Marken bedeutet das: Effizienz, Relevanz und klare Mehrwerte gewinnen gegenüber reiner Kontaktfrequenz an Bedeutung.
