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Acht Thesen zur künftigen Entwicklung des ECM-Marktes

von sb

18.11.2010 Der ECM-Anbieter D.velop AG   prophezeit eine Digitalisierungswelle in den Unternehmen. Die Ursache liegt im Eintritt der Digital Natives in die Berufswelt begründet. Deren erhöhter Anspruch an die betriebliche IT-Infrastuktur sowie die rasche technologische Weiterentwicklung sind hier entscheidende Faktoren. D.velop-Vorstand Christoph Pliete hat den Trend der digitalen Technologien in acht Thesen zusammen gestellt:

  1. Produktivitätsansprüche der Anwender verlangen höhere Benutzerfreundlichkeit von ECM-Software
    Der zukünftige Markterfolg von ECM-Anbietern wird von ihren technischen Parametern abhängen. Diese müssen benutzerfreundlicher werden. Laut einer D.velop-Studie sind momentan mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen unzufrieden mit der Benutzerfreundlichkeit von IT-Lösungen.

  2. Implementierungsaufwand bei ECM-Entwicklung wird geringer
    Durch Projektüberlastung und gleichzeitig mangelnden Ressourcen können Unternehmen wichtige Neuerungen oft erst verspätet angehen. Abhilfe hierbei sollte ein geringerer Aufwand bei der Einführung und der Pflege neuer Systeme schaffen. Künftig werden die Unternehmen mehr Wert auf schlankere Implementierungsprojekte bei ECM-Lösungen legen. Individuell anpassbare Lösungen für einen weniger aufwändigen und schnelleren Einsatz sind gefragt.

  3. Digitalisierungswelle und Erweiterung des Marktpotenzials von ECM-Lösungen stehen bevor
    Die Digital Natives drängen in die Unternehmen und erhöhen den Anspruch an die elektronische Infrastruktur der Betriebe. Ihr umfangreicher Umgang mit digitalen Medien setzt den Impuls für eine neue Digitalisierungswelle. Aber auch der vielfältige Einsatz von elektronischen Lösungen in allen Unternehmensbereichen trägt hierzu bei. Diese immer schneller voran schreitende Digitalisierung von Unternehmensprozessen wird auch positiv auf den ECM-Markt ausstrahlen.

  4. Verdichtung des Marktes nimmt zu, da viele ECM-/DMS-Anbieter für sich zu klein sind
    Auch der ECM-Markt wird sich in Richtung Marktbereinigung entwickeln. Es herrscht eine breite und zerklüftete Anbieterlandschaft. Softwarehäuser von relativ geringer Größe und begrenztem Marktzugang müssen sich zudem der Herausforderung der wachsenden Internationalisierung stellen. Dies ist für sie oft nicht marktgerecht zu realisieren und beeinflusst den Wettbewerb kritischen.

  5. ECM wird zu einem Pflichtprogramm für die Unternehmen
    Die Anforderungen steigen auch im Bezug auf den elektronischen Dokumenten- und Content-Zugriff bei Geschäfts- und Sachbearbeitungsabläufen. Der Trend geht von funktionsorientierten zu prozessorientierten Strukturen hin. Dies geschieht mit der Absicht, erhebliche Medienbrüchen zu vermeiden, welche sich negativ in Prozess-Qualität und -Geschwindigkeit niederschlagen. Die Bedeutung von ECM-Systemen in der Organisation steigt dadurch, dass sie die Arbeitsabläufe verbessern und aktiv unterstützen.

  6. Open Source Lösungen im ECM-Bereich bleiben vorläufig eine RanderscheinungDie Akzeptanz von Open Source-Lösungen bei professionellen Anwendern wächst. Doch auf längere Sicht wiegt der Vorteil geringerer Anschaffungs- und Haltungskosten deren Nachteile (funktionale Begrenzungen, Integrationshürden und fehlende Verbindlichkeiten hinsichtlich der technischen Weiterentwicklung) nicht auf. Auf Grund dessen werden die Open Source-Angebote den Markt im ECM-Bereich vorläufig nicht weiter beeinträchtigen.

  7. Microsoft Sharepoint wird die Basis für DMS-Anwendungen
    Anwender tendieren verstärkt zu einer einheitlichen IT-Basis. Microsoft spielt hier aufgrund der hohen Standardisierung und des breiten Portfolios an Softwarelösungen eine wichtige Rolle. Zukünftig wird sich auch im Dokumentenmanagement ein Interesse an Sharepoint-basierten Lösungen entwickeln. Microsoft Sharepoint ist dabei aufgrund der hohen Funktionalität die Basistechnologie - trotz Lücken im Dokumentenlebenszyklus. DMS-Lösungen, speziell auf Microsoft-Sharepoint-Basis, werden zu wichtigen Bestandteilen werden.

  8. SaaS-Lösungen erreichen einen hohen Stellenwert
    Durch die demografische Entwicklung und die die fortlaufende technische Weiterentwicklung steigt die Akzeptanz
    gegenüber Internetdienstleistungen wie Software-as-a-Service-Lösungen. Die über das Internet nutzbare Gesamtlösung hilft dem Anwender Anschaffungs-, Lizenz- und Betriebskosten zu sparen. Nicht zuletzt dadurch werden SaaS-Lösungen einen hohen Stellenwert erreichen.
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