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Studie: Bitcoin bleiben als Zahlungsmittel ungeeignet

05.03.2018 Mit hohen Latenzzeiten und der enormen Volatilität steht sich die Kryptowährung Bitcoin selbst im Weg - zumindest wenn es darum geht, sie wie ursprünglich geplant als digitale Währung einzusetzen. Dies ist das Ergebnis einer interdisziplinären Studie der Hochschule Macromedia.

 (Bild: vjkombajn / pixaby.com)
Bild: vjkombajn / pixaby.com
Die Kryptowährung Bitcoin ist als tägliches Zahlungsmittel ungeeignet. Zu diesem Ergebnis kommt der Macromedia-Absolvent Marc Behlau in der Studie "Chancen und Risiken von Bitcoin als Tausch- und Zahlungsmittel". Auf Basis von Tiefeninterviews mit internationalen Experten aus Finanzwirtschaft, Rechtswissenschaft, Unternehmensberatung und IT, wurde in der Studie systematisch die Eignung des Bitcoins als Zahlungsmittel im Alltag untersucht. Einhelliger Tenor aller acht Experten: Bitcoins lassen sich als Zahlungsmittel kaum noch einsetzen.

K.O.-Kriterien im Praxisgebrauch: Latenzzeiten und Volatilität

Hauptgründe für die negative Einschätzung sind die langen Latenzzeiten in der Zahlungsabwicklung sowie die hohe Volatilität der Kryptowährung. Während auf technologischer Seite bereits an zentralisierten Lösungen für die Verkürzung der Zahlungsabwicklung gearbeitet werde, sei die Volatilität auf das Verhalten der Marktteilnehmer zurückzuführen. Und deren Hauptinteresse gelte aktuell nicht dem Einsatz als Zahlungsmittel, sondern der Nutzung von Bitcoin als (riskante) Geldanlage - eine Folge der Asset-ähnlichen Eigenschaften des Mediums.

Neben der Tatsache, dass sich durch die hohen Kursschwankungen der Transaktionswert zwischen Zahlungsausgang und Zahlungseingang deutlich in jede Richtung ändern könne, sei der dabei realisierte Kursgewinn oder -verlust auch steuerrechtlich relevant. So weise einer der Experten darauf hin, dass aktuell bei vielen Transaktionen ein steuerlicher Vorgang und damit meldepflichtiger Gewinn realisiert werde.

Die Studie "Chancen und Risiken von Bitcoin als Tausch- und Zahlungsmittel" wurde zugleich als Bachelorarbeit an der Hochschule Macromedia   in Hamburg eingereicht.
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