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Springer Verlag: "Bild.de-Konzept ist nicht gescheitert"
04.09.2001 (iBusiness) Medienberichten, denen zufolge das neue Konzept für den Online-Auftritt der Bild-Zeitung gescheitert seien, hat der Axel Springer Verlag dementiert. Berichte, dass Springer beim Sportportal Sport 1 aussteigen will, wurde von Verlagsseite allerdings nicht dementiert.
Ebenfalls falsch seien Behauptungen, dass ein Techniker-Team eine Alternative zu dem Redaktionssystem von Vignette entwickle, das seit einem Jahr nicht funktioniere, aber knapp 10 Millionen Euro gekostet hätte, so Carola Schmidt gegenüber iBusiness. In einem Interview hatte Bild.de-Chef Peter Würtenberger betont, dass Vignette eine "hervorragende Software sei, für die wir einen hohen einstelligen Millionenbetrag bezahlt haben."
Von der geplanten Partnerschaft mit T-Online verspricht sich Würtenberger die Erschließung einer neuen Online-Zielgruppe: die der zwölf Millionen Bild-Leser.
Weder bestätigen, noch dementieren wollte die ASV-Sprecherin Gerüchte um den Ausstieg beim Sportportal Sport 1 , an dem Springer 25,5 Prozent der Anteile hält. Eine Entscheidung sei aber in Kürze zu erwarten, so Schmidt gegenüber iBusiness.
Bereits am Freitag hat der Axel Springer Verlag seine Beteiligung an der Immobilienplattform PropertyGate.com von bisher 29,5 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Die Plattform soll nun mit bestehenden Online-Auftritten des Verlages zur konzernweiten Online-Immobilienplattform ausgebaut werden. Der Axel Springer Verlag einigte sich mit den insgesamt 17 Aktionäre auf eine Komplettübernahme, da das Geschäft von PropertyGate.com als Stand-Alone-Unternehmen nicht profitabel geführt werden könne, so ASV-Sprecher Sönke Graumann auf Anfrage von iBusiness. Zu den übrigen Aktionären, alles Unternehmen aus der Immobilien-Wirtschaft, gehörten unter anderem Engel & Völkers, Aengevelt, Arnold Hertz, Bau-Verein und Ellwanger & Geiger.
Nun soll PropertyGate in den ASV integriert werden, um die Wettbewerbsposition der Immobilien-Plattform im sich konsolidierenden Markt nachhaltig zu stärken, so die Vorstellung des ASV. Der Verlag plant, eine konzernübergreifende Plattform für Immobilien aufzubauen. Mit dieser sollen auch die existierenden Online-Aktivitäten des Verlages, wie zum Beispiel die regionalen Tageszeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost verzahnt werden.
Die Integrierung von PropertyGate soll vor allem zu Synergieeffekten in den Bereichen Vertrieb, Technik und Angebotsvielfalt führen. Über eventuelle Entlassungen bei PropertyGate konnte Sönke Graumann noch nichts sagen.
