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E-Commerce

Onlinehandel wächst trotzt schwacher Konsumstimmung

06.10.2025 Der deutsche B2C-Onlinehandel hat im dritten Quartal 2025 seinen Wachstumskurs moderat fortgesetzt - trotz eines weiterhin schwierigen Konsumumfelds. Laut aktuellen Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) stiegen die Ausgaben der Verbraucher im Zeitraum Juli bis September um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 17,96 Milliarden Euro.

 (Bild: Mark Konig @ Unsplash)
Bild: Mark Konig @ Unsplash
"Zwar ist das Wachstumstempo gegenüber dem zweiten Quartal leicht zurückgegangen, doch angesichts der gedämpften Anschaffungsneigung ist dies ein robustes Ergebnis", erklärt Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh  .

Preview von Umsatzentwicklung im deutschen E-Commerce 3.Quartal 2025

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Besonders dynamisch entwickelte sich erneut der Bereich der Güter des täglichen Bedarfs. Diese Warengruppe verzeichnete ein Umsatzplus von 8,1 Prozent auf 2,20 Milliarden Euro. Innerhalb dieses Segments legten Drogerie- und Parfümerieartikel mit +11,1 Prozent am stärksten zu, gefolgt von Medikamenten, deren Onlineumsätze um 8,6 Prozent auf 474 Millionen Euro stiegen.

"Das stetige Wachstum in diesen Kategorien zeigt, dass Verbraucher den Onlinehandel zunehmend als gleichwertigen Versorger für Produkte des täglichen Lebens anerkennen", so Groß-Albenhausen. "Regulatorische Einschränkungen, wie zuletzt bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln diskutiert, würden an der Realität der Verbraucherbedürfnisse vorbeigehen."

Weniger positiv entwickelte sich das Segment Computer, Software, Spiele und PC-Zubehör, das ein Minus von 7,7 Prozent verzeichnete. Das übergeordnete Cluster 'Unterhaltung', zu dem auch Bücher, Medien, Unterhaltungselektronik und Telekommunikationsgeräte gehören, gab leicht um 0,3 Prozent auf 5,02 Milliarden Euro nach.

Preview von Umsatzentwicklungen im Onlinehandel 3. Quartal 2025 nach Warengruppen

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Asiatische Anbieter gewinnen weiter Marktanteile

Ein deutlicher Trend ist die wachsende Bedeutung asiatischer Anbieter. Ihre Umsätze stiegen im dritten Quartal um 7 Prozent - mehr als doppelt so stark wie der Gesamtmarkt. Damit erreichten sie mit einem Anteil von 4,9 Prozent am gesamten E-Commerce-Volumen einen neuen Höchststand. Über die ersten neun Monate des Jahres betrachtet, konnten diese Anbieter ihr Volumen sogar um rund 25 Prozent steigern.

Parallel dazu wuchs der Re-Commerce-Sektor (Handel mit gebrauchten Waren) deutlich: plus 27,6 Prozent im Quartalsvergleich und 28,9 Prozent seit Jahresbeginn. "Das zeigt die anhaltende Preisorientierung der Verbraucher", erläutert Groß-Albenhausen.

Marktplätze dominieren, Pureplayer unter Druck

Die Umsätze über Online-Marktplätze erreichten im dritten Quartal 9,79 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit stieg ihr Marktanteil auf 54,4 Prozent. Unabhängige Onlinehändler (Pureplayer) mussten dagegen leichte Rückgänge hinnehmen - ein Zeichen dafür, dass Plattformmodelle weiterhin Marktanteile gewinnen.

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete der Onlineverkauf digital vermarkteter Dienstleistungen wie Reisen, Tickets und Events. In diesem Segment gaben Verbraucher im dritten Quartal 8,1 Prozent mehr aus, insgesamt 3,62 Milliarden Euro.
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