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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Omnicom zündet die nächste Agenturfusion: Hearts United startet in 40 Märkten
31.08.2026 Omnicom Media bündelt Hearts & Science und Mediahub zu Hearts United.
Mit dem Zusammenschluss bündelt Omnicom Media zwei Agenturnetzwerke, die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind. Zwischen 2021 und 2025 steigerte Hearts & Science sein Billingvolumen nach Unternehmensangaben um 50 Prozent, Mediahub um 33 Prozent. Hearts United soll die jeweiligen Stärken beider Organisationen zusammenführen: datengetriebene Mediaplanung auf der einen und die Nutzung von Media als kreative Plattform auf der anderen Seite.
"Hearts & Science war ein Vorreiter bei datengetriebenen Entscheidungen, während Mediahub neue Maßstäbe setzte, indem Media als kreative Plattform genutzt wurde", sagt Florian Adamski, CEO von Omnicom Media. "Mit Hearts United haben wir ein neues, global skaliertes Netzwerk geschaffen, das auf komplementären Stärken, Ansätzen und Reichweiten basiert." Nach Daten des Marktbeobachters COMvergence startet Hearts United mit einer starken New-Business-Position. In den USA liegt das Netzwerk im bisherigen Jahresverlauf mit einem Netto-Neugeschäft von 294 Millionen US-Dollar auf Rang eins. Weltweit erreicht Hearts United mit 567 Millionen US-Dollar Rang drei, ebenso in EMEA mit 242 Millionen US-Dollar.
KI wird Teil des Operating Models
Inhaltlich setzt Hearts United auf eine stärker integrierte Planung über Plattformen, Communities, Creator und Commerce-Umfelder hinweg. Kanäle sollen weniger isoliert betrachtet werden. Gleichzeitig soll Künstliche Intelligenz fest in Workflows und das Operating Model integriert werden. Für die Agenturbranche ist vor allem dieser Ansatz relevant: KI soll nicht lediglich einzelne Aufgaben automatisieren, sondern Kapazitäten verschieben und MitarbeiterInnen stärker auf Beratung, Bewertung und komplexere Aufgaben konzentrieren. Hearts United verbindet dies mit einem Geschäftsmodell, das den Agenturerfolg stärker an den Geschäftsergebnissen der Kunden ausrichten soll.Die Agentur beschreibt ihren Ansatz anhand von vier Prinzipien:
- Ergebnisorientierung: Der Agenturerfolg soll stärker mit dem Wachstum und den Geschäftsergebnissen der Kunden verknüpft werden.
- KI in den Workflows: Künstliche Intelligenz soll fester Bestandteil von Prozessen und Operating Model sein und MitarbeiterInnen bei wertschöpfenden Aufgaben unterstützen.
- Ökosystem statt Einzelkanäle: Teams sollen Plattformen, Communities, Creator und Commerce-Umfelder gemeinsam planen.
- Engere Kundenintegration: Expertenteams sollen stärker als Erweiterung der Kundenorganisation arbeiten und Übergaben sowie Silos reduzieren.
Damit folgt die Neugründung einer Entwicklung, die derzeit viele größere Agenturnetzwerke beschäftigt: Mediaplanung wird zunehmend mit Commerce, Daten, Technologie und KI-Anwendungen verzahnt, während sich klassische Kanalgrenzen auflösen. Für Agenturen wächst damit zugleich der Druck, neben Reichweite und Medialeistung stärker konkrete Geschäftsergebnisse nachzuweisen.
Die Führung von Hearts United in EMEA übernimmt Ross Jenkins, der zuvor Mediahub in der Region leitete. In dieser Funktion hatte Jenkins die Agentur in neue Märkte geführt und länderübergreifende Teams aufgebaut. Das deutsche Geschäft verantwortet künftig Dominik Scholta zusätzlich zu seiner bisherigen Rolle bei Hearts & Science Germany. "Mit Hearts United bauen wir die Art von Agentur, die Kunden zunehmend brauchen, um Menschen in Bewegung in einer KI-geprägten Welt zu erreichen", sagt Jenkins. Die Agentur solle unter anderem verändertes Nutzerverhalten früher erkennen und Media stärker als kreative Plattform verstehen. Hearts United wird Teil des bestehenden Agenturportfolios von Omnicom Media neben OMD, Initiative, PHD und UM. Nach eigenen Angaben hat Omnicom Media im laufenden Jahr bislang ein Netto-Neugeschäftsvolumen von 4,1 Milliarden US-Dollar erzielt. Zu den jüngsten Kundengewinnen der Gruppe zählen unter anderem Adidas , Delta , Dyson , IBM , Novo Nordisk und Subway .
