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KI im Handel
L'Oréal fährt KI-Kurs und setzt auf Open-AI
von Sebastian Halm
17.06.2026 Die Partnerschaft ist Teil von L'Oréals "Transformative AI"-Programm. Das Unternehmen verfolgt dabei drei Ziele: personalisierte KI-gestützte Kundenerlebnisse, höhere Produktivität und Kreativität in den Fachbereichen sowie den breiten Aufbau von KI-Kompetenzen.
Die Kooperation soll mehrere Kernbereiche von L'Oréals KI-Roadmap beschleunigen. Im Vertrieb und Marketing setzt das Unternehmen auf sogenannte "Agentic Commerce"-Ansätze. So will Maybelline New York virtuelle Make-up-Anproben direkt in ChatGPT integrieren. Die Technologie basiert auf L'Oréals AR-Plattform ModiFace und soll es Nutzern ermöglichen, Produkte während eines KI-gestützten Dialogs auszuprobieren.
Zudem arbeitet L'Oréal mit OpenAI daran, die Auffindbarkeit seiner Marken innerhalb von ChatGPT zu verbessern. Marken wie Lancôme oder Kérastase sollen bei Produktsuchen künftig prominenter berücksichtigt werden. Parallel beteiligt sich der Konzern mit SkinCeuticals , CeraVe und Garnier an einem Pilotprogramm für Werbung innerhalb von ChatGPT.
Asmita Dubey, Chief Digital and Marketing Officer bei L'Oréal, bezeichnet die Zusammenarbeit als wichtigen Baustein der unternehmenseigenen KI-Strategie: "Wir bei L'Oréal sind davon überzeugt, dass wir höhere Anforderungen an die KI stellen können, um unsere Beauty-Kunden, unsere Fachbereiche wie Marketing und Forschung sowie unsere Mitarbeiter zu unterstützen."
Neben den Kundenanwendungen spielt KI auch in Forschung und Entwicklung eine zentrale Rolle. L'Oréal nutzt dazu GPT-Rosalind, ein auf Biowissenschaften spezialisiertes Modell von OpenAI. Damit soll das Hautmikrobiom analysiert und die Entwicklung neuer Hautpflegeprodukte beschleunigt werden. Erste Anwendungen sind für die Marke La Roche-Posay vorgesehen.
Auch die interne Content-Produktion wird stärker automatisiert. Das aktuelle OpenAI-Modell soll künftig die hauseigene Plattform CreAItech unterstützen, mit der L'Oréal Bilder und Videos im Stil seiner Marken generiert. Nach Unternehmensangaben wurden bereits 73.000 Mitarbeiter in generativer KI geschult und mit internen Anwendungen wie L'OréalGPT sowie persönlichen KI-Assistenten ausgestattet.
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