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Produkt-Watch: Virtuelle Greifhand

27.11.2014 Reale und virtuelle Welt verschmelzen immer stärker. Mit dem Hand-Exoskelett Dexmo vom chinesischen Start-up Dexta Robotics   kann man Dinge nun sogar virtuell anfassen, spüren und in die Hand nehmen. Die virtuellen Berührungen werden über den Handschuh in ein haptisches Signal umgewandelt.

Mit dem Dexmo kann man virtuelle Dinge greifen und haptisch spüren (Bild: Screenshot Kickstarter/Dexta Robotocs)
Bild: Screenshot Kickstarter/Dexta Robotocs
Mit dem Dexmo kann man virtuelle Dinge greifen und haptisch spüren

Dies ist zwar bisher noch sehr einfach, denn das Exoskelett blockiert bisher ausschließlich die Bewegungen der Finger, wenn sie ein virtuelles Objekt anfassen. So soll der Eindruck entstehen, man habe einen realen Gegenstand in der Hand. Aber: Weiche Gegenstände oder Oberflächenbeschaffenheiten kann der Dexmo bisher noch nicht in haptische Signale umwandeln.

Anwendungen sehen die Entwickler, die auf der Plattform Kickstarter zurzeit Geld für die weitere Entwicklung sammeln, etwa im Gaming-Bereich: Hier könnte die Hand den Controller ersetzen und den Spieler tiefer in das Spielgeschehen eintauchen lassen. Ein Software Developers Kit sei bereits geplant. Darüber hinaus kann der Dexmo die virtuelle Schnittstelle überbrücken und mit Roboterarmen verknüpft werden. So könnten Nutzer des Handschuhs zum Beispiel aus sicherer Ferne eine Bombe entschärfen.

Wenn die haptischen Empfindungen verfeinert werden, bietet sich für den nur 200 Dollar teuren Handschuh sogar Potenzial im E-Commerce: Kunden könnten damit Produkte zu Hause vor dem PC virtuell in die Hand nehmen und so ihre Größe, Haptik und das Gewicht besser einschätzen. Das könnte so manche Retoure überflüssig machen.

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