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Wie stark die Nutzerbindung bei Twitter ist
30.04.2009 Im E-Commerce ist die Wiederkäufer-Rate eine wichtige Kennzahl, um den langfristigen Erfolg eines Shops messen zu können. Diese Kennzahl wird jedoch auch für viele Web-2.0-Anwendungen immer wichtiger. Nielsen hat untersucht, wie treu die Twitter-Nutzer dem Microblog wirklich sind.
Bei den beiden Social Networks Facebook und MySpace liegt der Anteil der Retention-Rate fast doppelt so hoch. Für den Online-Experten eine durchaus beachtliche Zahl, wie er gegenüber iBusiness die Nielsen-Erhebung bewertet. Andere Hype-Anwendungen des Web 2.0 - beispielsweise Second-Life - würden sich über solche Zahlen sicherlich freuen. Twitter sei für viele Nutzer auf den ersten Blick erklärungsbedürftig. Denn viele Nutzer haben ihren ersten Kontakt mit dem Microblog über die Suchmaschine. Allerdings sei Twitter nur dann eine nutzbringende Anwendung, wenn sich der Nutzer zuvor klar gemacht habe, welche Themen für ihn relevant sind. So könnten beispielsweise Realtime-Suchmaschinen für Twitter helfen, Listen von relevaten Nutzern und Themen zu erstellen.
Für den Netzökonom Holger Schmidt ist die Nielsen-Auswertung jedoch ein "Dämpfer" für Twitter. Eine Retention-Rate von nur 40 Prozent bedeute, dass die Gesamtreichweite nicht über 10 Prozent aller Internetnutzer hinauskommen könne, zitiert er David Martin von Nielsen. Ein Ausweg könnten seiner Ansicht nach "Qualitätslisten" mit Twitterern, die interessante Informationen twittern, aufgeteilt nach Interessensgebieten sein. "Denn noch mehr Tweets über das Wetter werden die Retention-Rate sicher nicht erhöhen", schließt sich Schmidt der Überlegung von Klaus Eck an.
