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Europäische Verwertungsgesellschaften nehmen Videoportale in die Zange

17.01.2007 Einem Pressebericht zufolge wollen mehr als ein Dutzend europäischer Verwertungsgesellschaften über ein mögliches gemeinsames Vorgehen gegen Videoportale wie Youtube und Myspace wegen Lizenzverstöße beraten.

Der Dachverband der Verwertungsgesellschaften aus 42 Ländern (BIEM  ) beziffert die nicht gezahlten Lizenzgebühren der von Websites wie Youtube   und Myspace   heruntergeladenen Dateien auf Hunderte Millionen Euro. "Wir hoffen, dass diese Websites aufhören, Musik ohne Lizenzen anzubieten und an die Inhaber der Rechte zu zahlen", zitiert die Financial Times Deutschland (FTD)   den BIEM-Generalsekretär Ronald Mooij. Man müsste eine gemeinsame Basis für ein Rahmenwerk für künftige Vergütungen finden, heißt es weiter.

Auf der am 23. Januar stattfindenden internationalen Musikmesse Midem   in Cannes werden voraussichtlich die europäischen Verwertungsgesellschaften, darunter die deutsche Gema  , zusammentreffen und entscheiden, ob sie gemeinsam oder einzeln vorgehen wollen. Die japanische Verwertungsgesellschaft JASRAC habe bereits rechtliche Schritte gegen Youtube eingeleitet, berichtet die FTD. Die JASRAC hat bereits knapp 30.000 Clips bei Youtube löschen lassen.
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