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Mode-Markenhersteller setzen immer mehr auf eigenen Online-Shop

von lv

18.08.2010 Das E-Commerce-Center Handel   vergleicht in einer Analyse die größten Markenhersteller für Oberbekleidung in Hinsicht auf ihr Multichannel-Management. Das Ergebnis ist schlecht für den Handel.

 (Bild: ECC-Handel)
Bild: ECC-Handel
Angesichts der zunehmenden Verlagerung des Handels ins Internet, stellt sich für Markenartikelhersteller die Frage, ob sie über eine Online-Präsenz gezielt ihr Händlernetz unterstützen oder ihre Produkte über einen ansprechenden eigenen Onlineshop vermarkten sollen. Für Konsumenten ist die Website der Markenhersteller häufig eine beliebte Anlaufstelle um sich Informationen über die Produkte zu beschaffen. Doch nutzen die Markenhersteller das Interesse der Konsumenten oder verzichten sie auf einen Direktvertrieb zu Gunsten des eigenen Händlernetzes?

Der ECC-Monitor Markenhersteller   untersucht, inwieweit Markenhersteller einerseits ihr Händlernetz durch Promotion auf ihrer Marken-Homepage unterstützen und sie andererseits ihre Produkte über einen eigenen Online-Shop vertreiben. Hierfür werden die zehn umsatzstärksten Branchen analysiert, wobei jeweils die Top-10-Markenhersteller in die Analyse einbezogen werden. Die Ergebnisse der Analyse ermöglichen eine grobe branchenspezifische Eingliederung der Markenhersteller in ein Portfolio.

Als eine der umsatzstärksten Warengruppen im Internet hat sich Mode mittlerweile im Internet etabliert. Nicht verwunderlich also, dass auch die Markenhersteller ihren Anteil für sich beanspruchen. Nur zwei (Lacoste   und Wrangler  ) der untersuchten Markenhersteller verzichten daher gänzlich auf einen Online-Shop (siehe Abbildung). Zusätzlich bieten Lacoste und Wrangler den Besuchern ihrer Website eine prominent platzierte und ausgereifte Händlersuche. Boss   dagegen platziert neben der Händlersuche auch den Warenkorb direkt auf der Startseite. Eine derartige Unterstützung des Händlernetzes bei gleichzeitigen Direktvertrieb birgt Konfliktpotential, doch ist unter den Top 10 Markenherstellern von Damen- und Herrenoberbekleidung das gängigste Modell. Acht der zehn untersuchen Hersteller bieten ihren Website-Besuchern einen Online-Shop an. Die grobe Eingliederung in ein Portfolio und die Analyse des ECC-Markenmonitors zeigen, für Markenhersteller bleibt die eigene Internetpräsenz ein ständiger Spagat zwischen Händlersupport und Direktvertrieb.
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