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Appell an die Vernunft

von sr

15.02.2008 Die deutschen Interaktiv-Agenturen gründen derzeit was das Zeug hält. Ein Blick zurück zeigt aber, dass dieses Gründungsfieber nicht ewig halten wird. Und mit schwindender Web-Euphorie auch wieder das Standort-Sterben einsetzen wird.

Regionalisierungen sind ein guter Gradmesser dafür, wie es derzeit der Interaktiv-Branche geht. Dass gerade so viel gegründet wird, liegt vor allem daran, dass dank Web 2.0 die Branche boomt wie lange nicht. Der Gründungswahn mahnt aber auch zur Vorsicht. Denn zuletzt so viel gegründet haben die deutschen Interaktiven im Jahr 2000.

Was danach kam, will wohl kaum ein Überlebender des Dotcom-Tods noch einmal erleben. Die Branche wird sich aber darauf einstellen müssen, dass es nicht ewig bergauf gehen kann. Bald schon wird die Web-2.0-Euphorie weniger, die Online-Aufträge weniger oder die Budgets kleiner.

Sicher muss nicht alles in einem Crash enden wie um die Jahrtausendwende. Bevor nun aber jede Agentur eine Dependance in Berlin eröffnet, sollte die Branche zur Vernunft kommen. Und realistisch einschätzen, welche Relevanz Regionalbüros in zwei Jahren haben. Und ob sie dann überhaupt noch zu finanzieren sind.
Thema:

Deutsche Online-Agenturen weiter im Gründungsfieber

Wie gut es derzeit um die deutschen Interaktiv-Agenturen bestellt ist, zeigen nicht zuletzt die Expansionen vieler Dienstleister. Die Münchner Multimedia-Agentur Plan.Net etwa will nun durch ein Regionalbüro den Online-Markt eines deutschen Nachbarlandes erobern. Die Frankfurter Agentur Neue Digitale wiederum verlegt eine Unit sogar komplett in eine andere Stadt.

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Kommentar von sr

Appell an die Vernunft

Die deutschen Interaktiv-Agenturen gründen derzeit was das Zeug hält. Ein Blick zurück zeigt aber, dass dieses Gründungsfieber nicht ewig halten wird. Und mit schwindender Web-Euphorie auch wieder das Standort-Sterben einsetzen wird.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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