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Neuer Angriff: Microsoft will Yahoo scheibchenweise

03.07.2008 Im Tauziehen zwischen Microsoft und Yahoo zeichnet sich eine Filetierung von Yahoo ab. Redmond möchte das Suchmaschinengeschäft ganz für sich haben - und den großen Rest an einen Medienkonzern abgeben.

Momentan sieht alles danach aus, dass Microsoft   in Abstimmung mit einem großen Medienhaus doch noch die Oberhand in der Bieterschlacht um Yahoo   gewinnt. Auf der Wunschliste des Softwareriesen steht das Suchmaschinengeschäft von Yahoo. Laut einem Bericht des Wall Street Journal   sollen gleichzeitig die übrigen Geschäftsbereiche von Yahoo abgestoßen werden. Nach Quellen der Zeitung, die die beteiligten Unternehmen offiziell nicht kommentierten, sind Time Warner   und die News Corporation   die möglichen Käufer der restlichen Teile von Yahoo. Bisher seien allerdings nur unverbindlichen Gesprächen mit den beiden Medienhäusern geführt worden.

Nachdem Microsoft seinen ursprünglichen Plan einer kompletten Übernahme von Yahoo nicht umsetzen konnte und auch ein weiteres Angebot einer Minderheitsbeteiligung samt des Erwerbs des SEM-Geschäfts von Yahoo abgelehnt wurde, suchte sich Yahoo einen starken Partner. Gemeinsam mit Google   schmiedete Yahoo eine Werbekooperation, wie iBusiness berichtete.

Genau diese Zusammenarbeit steht allerdings derzeit unter scharfer Beobachtung. Zunächst meldeten die Kartellbehörden in den USA ihre Bedenken gegen den Deal an - nun sind auch der US-Senat   sowie das Justizministerium   an einer eingehenden Prüfung dieser Zusammenarbeit interessiert. Sollte etwa Senator Orrin Hatch Recht behalten, wäre Microsoft einen Schritt weiter in Richtung Übernahme. Der Republikaner aus dem Senats-Unterkommittee 'Antitrust, Competition Policy, and Consumer Rights' sagt: "Die Vereinbarung zwischen den Internetriesen Google und Yahoo könnte eine Reihe von kartellrechtlichen Fragen aufwerfen, die begutachtet werden und mit denen wir uns befassen müssen."
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