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Cyberattacken: Handwerksbetriebe immer öfter im Fokus

30.08.2019 Das deutsche Handwerk wird immer häufiger online von Hackern attackiert.

 (Bild: design_inn)
Bild: design_inn
Die Signal-Iduna-Gruppe hat 500 digital angeschlossene Betriebe in einer Studie befragt. Während bereits jeder fünfte Betrieb (18 Prozent) betroffen war, schätzen drei Viertel (74 Prozent) ihr eigenes Risiko immer noch als gering ein.

Handwerksbetriebe sind meist Opfer von Breiten-Angriffen. Das bedeutet, dass Trojaner, Viren und Co. nach dem Gießkannenprinzip gestreut werden und den Computer über eine Sicherheitslücke oder über eine versehentlich heruntergeladene Datei erreichen. Wie die Studie zeigt, sind sich 370 von 500 digital angeschlossenen befragten Betrieben der Gefahren jedoch nicht bewusst.

Besonders kleinere Betriebe sehen sich keiner Gefahr ausgesetzt. Die häufigste genannte Begründung (75 Prozent): das Unternehmen sei zu klein, um in den Fokus von Internetkriminellen zu geraten. 68 Prozent der Handwerker schätzen ihre Daten als uninteressant ein. Ein Trugschluss, denn beispielsweise Online-Terminkalender geben Aufschluss über zahlreiche personenbezogene Daten. 15 Prozent der Betriebe vermuten außerdem keinerlei Auswirkungen eines Cyberangriffes und sind gerade wegen dieser Annahme und häufig fehlender Schulungen in IT-Sicherheit angreifbar. 81 Prozent der befragten Betriebe identifizieren als größte Gefahrenquelle schwache Passwörter sowie geschäftliche E-Mails, in denen versehentlich schadhafte Anhänge heruntergeladen werden.

Die größte Cyber-Gefahr für Handwerksbetriebe sind Emails und unsichere Passwörter.
Die größte Cyber-Gefahr für Handwerksbetriebe sind Emails und unsichere Passwörter. (Grafik: Signal Iduna/ Perseus/ Myhammer)


Die Umfrage wurde im Januar und Februar 2019 mit 500 Handwerksbetrieben aus den Gewerbegruppen Bauhauptgewerbe, Ausbaugewerbe, Handwerke für den gewerblichen Bedarf, Kraftfahrzeuggewerbe, Lebensmittelgewerbe und Gesundheitsgewerbe erstellt. Alle befragten Handwerksbetriebe sind digital angebunden, also über eine eigene Webseite, eine geschäftliche E-Mail-Adresse, per Online-Terminvereinbarung oder über Vermittlungsplattformen für Handwerker erreichbar.
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