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Glasfaser-Ausbau in Deutschland nimmt langsam Fahrt auf
01.03.2022 Bislang ging der Glasfaser-Ausbau in Deutschland nur schleppend voran. Das soll sich ändern: Mit Fördergeldern und -programmen soll Deutschland zum digitalen Vorreiter werden.
Großteil der deutschen Glasfaseranschlüsse noch immer inaktiv
Demnach schreitet der Glasfaser-Ausbau in Deutschland kontinuierlich voran. Von 2016 bis 2021 hat sich die Zahl der betriebsbereiten Glasfaseranschlüsse nahezu verdreifacht. Besonders im letzten Jahr wurden große Schritte nach vorne gemacht. Dennoch sind fast zwei Drittel der verfügbaren Anschlüsse inaktiv. Als Gründe für den Stillstand nennt der Report die Kosten und den Nutzen. Aktuell variieren die Tarife für Privatpersonen zwischen 40 und 100 Euro monatlich. Viele Haushalte sind nicht bereit, diesen Preis zu zahlen. Es gab bisher auch nicht den Bedarf: Nur selten versenden Privathaushalte große Datenpakete.Prognosen zufolge soll sich das jedoch ändern. Allein in 2021 lag das Datenvolumen gut 30 Prozent über dem von 2020 und damit 112 Prozent über dem von 2018. Mitverantwortlich dafür sind neben dem pandemiebedingten Home Office auch die steigende Beliebtheit von Streaming und Cloud-Computing.
Anbieter und Fördergelder sorgen für Wachstumskurs
Europaweit liegt Deutschland aktuell auf Platz drei der am stärksten wachsenden Glasfasermärkte. Der Glasfaser-Ausbau wird hauptsächlich durch Breitbandanbieter vorangetrieben. In den letzten elf Jahren lagen ihre Investitionen bei rund 87,3 Mrd. Euro. Ein Betrag, der sich kontinuierlich erhöht. Bis 2024 soll die Anzahl an Glasfaseranschlüsse um 213 Prozent auf 26 Millionen steigen.Wo kein eigenwirtschaftlicher Glasfaser-Ausbau durch Anbieter erfolgt, helfen staatliche Fördermittel. Besonders hohe Priorität hat dabei der Ausbau eines flächendeckenden Gigabit-Netzes. Mit 12 Mrd. Euro jährlich werden 572 Ausbau- sowie Infrastrukturprojekte deutschlandweit realisiert. Im Fokus liegen vor allem ländliche Regionen. Auf diese Weise plant Deutschland bis 2026 mit einem Wachstum von 385 Prozent auf Platz eins der am stärksten wachsenden Glasfasermärkte in der EU zu liegen.
