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Mobiles und digitales Ticketing im Trend
03.02.2003 (iBusiness) In zwei deutschen Städten starten digitale Ticketanwendungen.
Technischer Dienstleister für das Mobile-Ticketing in Osnabrück ist die Teltix GmbH . Sollte der Modellversuch gut bei den Fahrgästen ankommen, könnte künftig der neue Vertriebsweg den herkömmlichen Ticketverkauf in Fahrzeugen und Kundenzentren sowie am Automaten sinnvoll ergänzen.
"Wir sehen große Chancen in diesem Projekt. Im Stadtverkehr bekommen die Fahrgäste einen innovativen Vertriebsweg und sparen sich die oft lästige Kleingeldsuche", freut sich die niedersächsische Verkehrsministerin Dr. Susanne Knorre. Zudem könne damit den Menschen in ländlicher Umgebung ein bequemer Weg zum Fahrschein geboten werden "unabhängig von fester und teurer Verkaufsinfrastruktur". Der Modellversuch wird vom Land Niedersachsen mit 150.000 Euro unterstützt.
Das Prinzip von Teltix ist einfach: Die Kunden wählen per Handy die Bestellnummer, die an jeder Haltestelle zu finden ist. Das Ticket erscheint wenig später als SMS im Handy-Display. Abgerechnet wird der gewohnte Fahrscheinpreis per Lastschriftverfahren oder über eine Guthabenkarte. Der Service selbst ist kostenlos.
Beim Einsteigen in den Bus zeigen die Kunden einfach ihre Fahrschein-SMS vor. Die SMS ist durch mehrere Sicherheitsmerkmale vor Missbrauch geschützt. So können die Busfahrer das Ticket anhand der Uhrzeit und eines Codewortes prüfen. Zur Kontrolle erhalten die Teltix-Nutzer monatlich eine detaillierte Auflistung aller Fahrten und ihren aktuellen Kontostand. Bis zu den Sommerferien wollen die Partner das neue Ticketsystem testen und dann über die Fortführung und Ausweitung entscheiden.
Bereits am 1. Januar haben auch die Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr (VRR) und Rhein-Sieg (VRS) ein neues Ticketsystem eingeführt. Das sogenannte E-Ticket basiert auf einer Chipkarte mit Mikroprozessor. Der Chip speichert alle Daten wie Kartennummer, Ticketart, Geltungsbereich und Preisstufe.
Für die Kontrolle der Karten werden Lesegeräte eingesetzt, die die erforderlichen Infos aus bis zu zehn Zentimeter Entfernung prüfen kann. Besonderes Merkmal der Karte: Sie übersteht auch eine versehentliche Maschinenwäsche - im Gegensatz zum Papierticket. Bei Verlust wird das E-Ticket kostenlos ersetzt, versprechen die Verkehrsverbünde.
Die Einführung der elektronischen Fahrkarte erfolgt nach und nach. Am 1. Januar erhielten die Berufspendler im VRR das E-Ticket. Am 1. Februar werden Schüler und Auszubildende mit den Chipkarten ausgestattet. Bis zum 1. April sollen das FirmenTicket und das Ticket1000 sowie das Jobticket in elektronischer Form beim Kunden angelangt sein. Dann werden etwa 1,2 Millionnen Bus- und Bahnfahrer das E-Ticket nutzen.
Technischer Dienstleister ist die Telekom-Tochter T-Systems.
LOXXESS AG
Die LOXXESS AG ist ein spezialisierter Logistikdienstleister mit Schwerpunkt auf komplexe Outsourcing-Projekte in Industrie und Handel. Das mittelständische, familiengeführte Unternehmen entwickelt für seine Kunden maßgeschneiderte Lösungen in den Bereichen Kontraktlogistik, Value-Added-Services und Fulfillment.
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