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Ebay profitiert vom illegalen Tierhandel

von nc

18.02.2003 (iBusiness) Das Bonner 'Komitee gegen den Vogelmord' hat gegen das Internet-Auktionshaus Ebay Anzeige erstattet. Die Tierschützer werfen Ebay vor, nichts gegen den Handel mit aus bedrohten Tierarten hergestellten Produkten zu tun. Zudem würde Ebay vom illegalen Tierhandel noch profitieren.

Laut Recherchen des Komitees gegen den Vogelmord   werden bei Ebay   jährlich mehr als 10.000 bedrohte Tiere vermarktet und Millionen von Euro umgesetzt. Dabei handelt es sich nach Angaben der Naturschützer hauptsächlich um ausgestopfte Greifvögel und Eulen, Wildkatzenfelle sowie Elfenbeinprodukte, die in Deutschland strengen Vermarktungs- und Verkehrsverboten unterliegen.

Im Auftrag des Komitees hatten Biologen 30 Tage lang sämtliche Angebote auf den Ebay-Seiten erfasst, in denen Produkte aus besonders und streng geschützten Tierarten vermarktet wurden. Dabei stießen sie auf mehr als 1700 Auktionen, in denen beispielsweise Tigerschädel, Krokotaschen, Bärenfelle, präparierte Adler und Walzähne feilgeboten wurden. Ein großer Teil der Angebote werde von professionellen Händlern und Sammlern eingestellt. Als Beispiel nennt das Komitee einen Verkäufer aus Nordrhein-Westfalen, der im Dezember gleich 225 ausgestopfte Eulen, Greif- und Singvögel über Ebay verkaufen wollte.

"Es ist einfach unglaublich, wie dreist manche Händler bei Ebay gegen Artenschutzgesetze verstoßen", klagt Komitee-Sprecher Axel Hirschfeld. Das Komitee schätzt, dass über Ebay täglich mehrere Dutzend Straftaten im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes (illegale Vermarktung streng geschützter Arten) begangen werden.

Besonders ärgert die Naturschützer, dass sich Ebay zwar offiziell verpflichtet hat, verbotene Artikel zu entfernen, de facto jedoch nichts tue, um den Handel mit geschützten Arten zu unterbinden. "Ebay stellt Tierschmugglern und Wilderern die Anonymität zur Verfügung, die sie für den Handel mit ihrer illegalen Ware benötigen", zieht Hirschfeld das Internet-Auktionshaus in die Verantwortung.

Da Ebay an jeder Auktion umsatzbeteiligt ist, haben die Naturschützer in der letzten Woche Anzeige gegen Ebay wegen Beteiligung und Unterstützung an der Vermarktung artgeschützter Tiere erstattet. Ebay war bereits im letzten Jahr vom Bund Naturschutz aufgefordert worden, Artikel aus artgeschützten Tieren zu löschen (iBusiness berichtete). Jedoch geschah nichts.

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Am: 18.02.2003

Ebay profitiert vom illegalen Tierhandel

eBay ist ein konzern, für den der eigene umsatz oberste prämisse ist. verstösse, auch gegen die eigenen verkaufsbestimmungen, die mit den agb reglementiert sind, werden nur zaghaft und unausreichend durch die kontrollorgane der firma exekutiert. die zahnräder von eBay wollen/sollen laufen und geld erwirtschaften. in mehrfachem schriftverkehr als registriertes mitglied wurde die kontaktstelle von eBay auf die unterschiedlichsten vorkommnisse hingewiesen. letztendlich wurden diese eher als störend und die geschäftabläufe behindernd betrachtet und dies auch entsprechend mitgeteilt. verständlich, dass es unter den millionen ordnungsgemäss agierenden eBay-mitgliedern auch solche gibt, die das system missbrauchen. der konzern wäre es seiner gemeinschaft schuldig verstärkt und mit entsprechender konsequenz illegalen geschäftemachern entgegen zutreten. so leidet zunehmend der ruf des hauses auch zum vorteil der konkurrenz. die schlagzeilen nehmen entsprechend der geschäftsentwicklung aliquot zu. ob die eigene kontrollstelle überfordert ist oder einfach die budgetmittel unzuausreichend sind bleibt unbeantwortet. der schritt, die anzeigeerstattung durch das besagte komitee hat sich eBay als folge seiner kontrollpolitik selbst zuzuschreiben.

walter egon glöckel
journalist und autor des buches "Überleben mit eBay"
http://gloeckel.info
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