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Studie beweist: Online-Tauschbörsen schaden Filmindustrie

von sr

29.09.2004 (iBusiness) Internetnutzer, die illegale Filmtauschbörsen nutzen, gehen kaum noch ins Kino. Zudem schaden sie der angeschlagenen Filmindustrie auch indirekt.

Illegale Film-Downloads sind kein "Filmsehen auf Probe". Das Gegenteil ist der Fall, wie jetzt eine Studie der Universität Weimar   zeigt. So gab in ein einer Umfrage jeder zweite Teilnehmer (56 Prozent) zu, einen illegal herunter geladenen Film nicht noch einmal im Kino anzuschauen. Zwei Drittel der Befragten schlossen sogar aus, einen Film-Download überhaupt noch einmal in einer Videothek auszuleihen oder im Laden zu kaufen.

Aber auch indirekt machen die Downloader der Filmindustrie zu schaffen, weil sie an Freunde oder Bekannte illegale Downloads verleihen. Von den Ausleihern setzen laut der Umfrage ganze drei Viertel (74 Prozent) keinen Fuß mehr in eine Videothek.

Beliebt sind Downloads in erster Linie, weil sie nichts kosten. Aus diesem Grund nutzen 73 Prozent der Befragten die Internet-Filmtauschbörsen. Fast zwei Drittel (63 Prozent) denken außerdem, dass DVDs überteuert sind. Dasselbe meint noch jeder zweite vom Kinobesuch. An das Gewissen zu appellieren ist aber für die Filmindustrie fast aussichtslos: 17 Prozent der Downloader sind moralische Bedenken einfach egal.

Für die Studie 'An empirical study of the effects of peer-to-peer filesharing on the film industry' hat die Bauhaus-Universität Weimar vom Mai bis August 2004 837 Teilnehmer online befragt.

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