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P2P-Studie: "Popularität der illegalen Tauschbörsen ist ungebrochen"
23.10.2006 (iBusiness) Die Investitionen in Anti-Filesharing-Kampagnen kann sich die deutsche Musik- und Filmindustrie in Zukunft getrost schenken: Einer aktuellen Studie zufolge hält das Interesse der deutschen Internetnutzer an illegalem Filesharing trotz der Abschreckungsmaßnahmen der Industrie uneingeschränkt an.
Tagsüber macht der Studie zufolge der P2P-Traffic bereits bis zu 30 Prozent des gesamten Internetverkehrs in Deutschland aus. Nachts liegt dieser Wert sogar bei rund 70 Prozent. "Unsere Studie belegt die ungebrochene Popularität von illegalen Tauschbörsen", erklärt das Unternehmen. Ipoque geht daher davon aus, dass Interesse an illegalen P2P-Plattformen in Deutschland weiter steigen wird.
Videos verursachen mit Abstand den meisten Internet-Verkehr: 71,1 Prozent des durch illegale P2P-Plattformen verursachten Traffic kommen über den Austausch von Videofilmen zustande. Mit deutlichem Abstand wird Software getauscht (20,7 Prozent). Getauschte Musikdateien sind für sieben Prozent des P2P-Traffics verantwortlich. Dieser Wert fällt vergleichsweise gering aus, da Musikdateien in der Regel viel kleiner ausfallen als Videodateien.
Beliebteste P2P-Plattform ist der Studie zufolge BitTorrent: 53 Prozent des P2P-Traffics kommen über diese Tauschbörse zustande. Im Ranking folgt auf Platz zwei Edonkey (43 Prozent) und mit bereits deutlichem Abstand Gnutella (zwei Prozent).
Für die Studie hat die Leipziger Ipoque GmbH das Nutzerverhalten von deutschen Internetnutzern auf Tauschbörsen während der vergangenen sechs Monate analysiert.
