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Internetnutzer bleiben dem illegalen Filesharing treu

von sr

14.09.2005 (iBusiness) Die Propaganda-Werbeclips gegen illegale Downloads kann sich die Film- und Musikindustrie in Zukunft sparen: Die meisten Breitband-Surfer laden Musik und Filme nach wie vor von illegalen Tauschbörsen herunter.

Bei europäischen Breitband-Nutzern kommen bis zu 85 Prozent des Upstream- und 60 Prozent des Downstream-Traffics über illegale Tauschbörse zustande. Zu diesem Ergebnis kommt eine europäische Studie des Londoner Netzwerkausrüsters Sandvine  . In Deutschland liegt der P2P-Anteil des Upstream-Traffics bei 83 Prozent, beim Download-Traffic bei rund 65 Prozent.

Die Studie zeigt, dass die Aufklärungsversuche der Film- und Musikindustrie in Kino und Fernsehen das illegale Downloaden nicht eindämmen konnten. Laut der Studie hat es Anfang 2005 einen kleinen Einbruch bei der Nutzung der Tauschbörse BitTorrent gegeben. "Aber Filesharing wird jetzt wieder beliebter, da vermehrt neue Plattformen auftauchen", erklärt Sandvine-Managingdirektor Chris Colman. Seine Prognose wird der Film- und Musikindustrie daher wohl nicht besonders gefallen: "Filesharing werden Surfer auch in Zukunft nutzen", prognostiziert er.

Laut Sandvine ist Edonkey die beliebteste Tauschbörse Europas: Hierauf entfallen europaweit über die Hälfte des gesamten P2P-Traffics. BitTorrent folgt mit einem Traffic-Anteil von 26 Prozent auf Platz zwei. In Deutschland belegt Edonkey sogar 72 Prozent des gesamten Filesharing-Traffice, BitTorrent dagegen nur 16 Prozent.

Für die Studie hat Sandvine Daten von rund 20 Millionen Breitband-Nutzern ausgewertet.

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