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ELearning-Markt ist doppelt so groß wie bislang vermutet
13.10.2004 (iBusiness) Lebenslanges Lernen per E-Learning ist gefragt: Schon knapp 200.000 Erwachsene in Deutschland lernen fern.
Dieses Ergebnis hat das Forum DistancE-Learning, Fachverband für Fernlernen und Lernmedien, vorgestellt.
Über die genannten Zahlen hinaus studieren in Deutschland im vergangenen Jahr 56.700 Menschen an einer Fernhochschule. Dabei stieg der Anteil der Studierenden an privaten (Fach)Hochschulen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 13.720. "Das Angebot an Studiengängen und Abschlüssen wird vielfältiger. Gleichzeitig überzeugen gerade private Anbieter durch eine umfassenden persönliche Betreuung", hat Dr. Martin Kurz, Präsident des Forum DistancE-Learning, beobachtet.
Kurse zu Wirtschaft und kaufmännischer Praxis (belegt von 25,2 Prozent aller Teilnehmenden in 2003) sowie Lehrgänge, die auf Schulabschlüsse vorbereiten(19,2 Prozent), sind seit Jahren die mit Abstand beliebtesten Themenbereiche. Darüber hinaus sind 2003 neben Fernlehrgängen zu Pädagogik/Sozialwissenschaften (zehn Prozent) und zu Naturwissenschaft und Technik (9,5 Prozent) auch Sprachkurse (9,2 Prozent) und Lehrgänge zum 'Staatlich gepr. Betriebswirt, Techniker und Übersetzer' (8,8 Prozent) gefragt. 34,4 Prozent aller Fernlernenden streben einen öffentlich-rechtlichen bzw. staatlichen Abschluss an.
Das DistancE-Learning-Angebot wächst seit Jahren beständig: Zur Zeit können Interessierte zwischen 2.025 staatlich zugelassenen Fernlehrgängen wählen - ein Zuwachs von acht Prozent innerhalb eines Jahres. Auch die Zahl der Anbieter nimmt zu. 2003 waren 285 Anbieter am Markt, mittlerweile sind es 302. Von den aktuell 2.025 staatlich zugelassenen Fernlehrgängen sind 512, also 25 Prozent, reine ELearning-Kurse. Zum Vergleich: 2002 waren es 353, 2000 gerade einmal 50 und damit nur drei Prozent, die als reine ELearning-Angebote klassifiziert waren. Mehr als Dreiviertel aller Fernlehrinstitute unterstützen ihre Kurse mittlerweile elektronisch.
"Klassischer Fernunterricht und E-Learning sind nicht zu trennen", erläutert Dr. Kurz. Didaktisch überzeugende DistancE-Learning-Konzepte setzten das für die jeweilige Lerninhalte geeignete Lernmedium ein, seien es Computer Based Trainings, Web Based Trainings oder ganz klassisch gedruckte Unterlagen. Schließlich müsse nicht alles am Bildschirm erarbeitet werden. Studienhefte seien oft besser geeignet, um das flexible Lernen zu jeder Zeit, an jedem Ort zu erlauben.
Die Fernunterrichtsstatistik wird im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und mit Unterstützung des Forum DistancE-Learning vom Statistischen Bundesamt in einer freiwilligen Befragung der Anbieter von staatlich zugelassenen Fernlehrgängen erhoben.
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