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Jeder Dritte kauft Produkte aus Spam-EMails

10.12.2004 - (iBusiness) Eine aktuelle Umfrage hat die Einstellungen der Verbraucher zu Spam in Deutschland ermittelt. Das überraschende Ergebnis: In Deutschland wird nicht nur ein erhebnlicher Teil aller Spam-Mails gelesen, sondern aufgrund dieser E-Mails auch die beworbenen Produkte gekauft.

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Von: Ulrich Zaller ,  Ute Joseph GmbH Kommunikationsservice
Am: 10.12.2004

Was für eine Meinungsmache: Jeder Dritte kauft...


Was für eine Meinungsmache...

... wenn, wie behauptet, 29% aller Internet-Nutzer schon einmal Software von einem Spammer gekauft hätten, dann wären das leicht zu identifizierende Geschäftsgrößen, die Millionen Postsendungen auf den Weg bringen und problemlos wettbewerbsrechtlich dingfest zu machen wären. (Ich frage mich ernsthaft, weshalb in der Umfrage Bücher nicht genannt werden: Die Online- Buchversender liegen doch bestimmt auch am Boden, weil die Spammer so viele raubkopierte Bücher unter Ladenpreis verkaufen, oder? ;-))

Software-Spam, jaja, das ist eine ganz fiese Sache. - Erst macht BSA die Welle, weil die ganze Welt verkommen sei und sich illegal Software besorgt und nun *kaufen* die auch noch bei den Spammern statt sich die Raubkopien kostenlos zu besorgen? - Womöglich bezahlen sie auch noch mit barem Geld dafür, hmm?

... als nächstes werden wir dann BSE-.. ups.. BSA-Experten hören, die uns erklären, wieviele Milliarden US$ der Industrie durch die Software- Umsätze von Spammern durch die Lappen gehen, hauptsächlich die raubkopierten Programme ihrer Mitglieder durch Spam verkauft werden, und daß man wegen des großen Schadens die Stückpreise nicht senken kann, selbst wenn man heute zig mal mehr verkauft als früher... Es ist ja sooo ein Elend. Vergeßt die hungernden Kinder; *Rettet die Software- Industrie*!

Jeder Mensch, der seine Sinne beisammen hat und halbwegs durch Spam geplagt ist, wird wissen, daß "Software" kein relevantes Spam-Thema darstellt. (Übrigens: Hardware auch nicht, ebenso Bücher.)

Eindeutig weltfremd, daß 90% der Nutzer angeblich schon einmal Spam für Software erhalten haben und weniger als 82% Spam für Pornographie oder Geldanlagen und Geschäftsangebote ("Make money fast" und "Nigeria-Spam"). Und der größte Anteil am Spam-Aufkommen gemäß Studie - entgegen allen sonstigen Untersuchungen - ist ebenfalls für Software-Spam...

Frei nach dem Motto - glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast - klärt sich aber auch, weshalb das Ergebnis so schön zum Auftraggeber paßt, denn man muß eben nur die richtigen Fragen stellen:

"Bitte geben Sie an, ob Sie jemals eine Ware gekauft oder ein Angebot aus einer der folgenden [acht] Kategorien von Produkten oder Dienstleistungen genutzt haben, die per Spam angeboten wurde." - 29% Software, 13% Pornographie

(Da steht wirklich "oder". Fragen die Leute ob sie "gekauft" *oder* "mal-angeklickt" haben und werten das Ergebnis frech als "Kauf von Software"? (Spam für Internet-Seiten fällt wohl großzügig auch unter Software- Dienstleistung und "Software-Kauf", hmm?
Uppps. Entschuldigung, das wollte ich nicht. Bekommt BSA jetzt das Geld für die Studie zurück um eine neue Studie zu machen, weil sie übersehen haben, daß das Ergebnis zu offensichtlich manipuliert ist? Nein, daß wollte ich wirklich nicht...)

"Welche der folgenden Arten von geschäftlichen Angeboten erhalten Sie, haben diese aber nicht erbeten oder sich für deren Erhalt eingetragen (sogenannter 'Spam')?" - 90% Software. 82% Pornographie. Und noch sechs andere Sparten.

(*oder*? Jeder Newsletter enthält Werbung, die ich nicht "erbeten" habe, für den ich mich aber "oder ... eingetragen" habe... Ich kann mir die Befragten richtig vorstellen: "Ähh... wenn ich Werbung für was im Web bekommen habe, ähh.. ist das dann Software oder was?")

Ich hätte einen Vorschlag für eine alternative Befragung:

"Bitte geben Sie an, wieviel Prozent der Umfragen, die im Auftrage der Industrie veröffentlicht werden, ihrer persönlichen Meinung nach mit dem Ziel manipuliert wurden, die öffentliche Meinung zugunsten der Auftraggeber oder ihrer Anliegen argumentativ positiv zu beeinflussen?" Das dürfte gewaltig gegen 100% tendieren, oder? - Okay, dann könnte man das Geld auch gleich einsparen und für hungernde Kinder spenden. Danke! ;-)

Der Online-Handel ist gefährdet... da kommen einem ja echt gleich die Tränen. Sollen wir ein Schutzgehege bauen, damit die BSI-Mitglieder nicht aussterben? - Die armen Exoten, schluchtz, vom Aussterben bedroht, weil die bösen Spammer das Geschäft kaputtmachen... (und der Einzelhandel jammert, weil die Konsumenten online kaufen. Tjaja. Amazon verkauft keine Software... nönö... *flööt*)

...wie wär's mit einem geschützten Refugium auf dem Mond, hmm? - Mindestens 90% der Befragen meinen, daß man alles daran setzen sollte, dort ein ungestörtes Refugium zu schaffen. Die Pfleger werden dann auch - gaaanz artgerecht - schönen Statistiken zum Ausmalen vorrätig haben... >;->
Have fun,
Uzzi
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