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Das vernetzte Haus beflügelt den Markt für Unterhaltungselektronik und IT
23.03.2005 (iBusiness) Die mageren Jahre im Markt für Unterhaltungselektronik und
IT sind vorbei. Davon sind zumindestens die Analysten des Marktforschungsinstitutes Soreon Research überzeugt. Denn das Wachstum im Networked-Home-Markt könne IT-Anbieter und Hersteller von Unterhaltungselektronik hoffnungsfroh stimmen.
Festplattenrecorder, und Media-Center-PCs sollen demnach die Produktkategorien mit dem stärksten Umsatzwachstum sein. Der Umsatz mit Festplattenrecordern soll um durchschnittlich 49 Prozent pro Jahr wachsen und entwickelt sich von 285 Millionen Euro im Jahr 2005 auf über 848 Millionen Euro im Jahr 2010 entwickeln. Media-Center-PCs sollen das Umsatzvolumen um durchschnittliche 31 Prozent pro Jahr steigern (von 461 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden im Jahr 2010). Auch der Umsatz von Flachbildschirmen soll durch die Heimvernetzung einen kräftigen Schub erfahren, da der Fernseher im Wohnzimmer zur zentralen Multimedia-Plattform mutieren soll. Laut Analysten soll das Umsatzvolumen von zwei Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 4,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 steigen. Damit sollen Flachbildfernseher die größte Produktkategorie sein.
"Bis 2007 werden allerdings noch Vernetzungslösungen, die spezialisierte Endgeräte zusammenschalten, dominieren. Für unterschiedliche Funktionen wird weiterhin auf Stand-alone-Geräte zurückgegriffen, betont Soreon Research Direktor Florian Keller. Media-Center-PCs, ausgestattet mit PC- und Unterhaltungselektronik-Komponenten, sollen den Massenmarkt nicht vor 2008 erreichen.
Die Frage, warum bisher der große Schub im Markt ausgeblieben ist, beantworten die Analysten damit, dass die vernetzten Technologien derzeit noch zu kompliziert seien. Wenn es jedoch entsprechende kinderleicht zu bedienende Lösungen gäbe, könne die Marktdynamik richtig entfesselt werden.
Der Traum vom vollautomatischen Haus werde, so sind die Marktforscher überzeugt, länger auf sich warten lassen. Bis 2010 komme die Heimautomation nicht über ein Nischendasein hinaus. Dafür sei das fehlende Interesse bei Architekten und Fachhändlern verantwortlich. Um den Massenmarkt zu erreichen, müssten außerdem die Preise deutlich sinken.
