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Arbeitslose suchen vor allem im Internet nach neuen Jobs

von UKL

08.07.2005 (iBusiness) Im zweiten Quartal 2005 verfügten 63 Prozent aller deutschen Erwachsenen über einen Internetzugang. In Sachen Jobsuche verliert das Medium Internet erst bei den über 40-Jährigen an Bedeutung.

Der Nutzeranteil im Vergleich zum zweiten Quartal 2004 ist damit nur um zwei Prozentpunkte gestiegen, wie die Forschungsgruppe Wahlen Online (FGW Online GmbH)   in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten berichtet.

In Sachen Jobsuche nutzen 30 Prozent aller Deutschen über 18 Jahren mit Zugang zum Internet das Medium zur Jobsuche. Dabei variiert die Attraktivität der Jobsuche im Internet stark. Insbesondere die Jüngeren wählen diesen Weg: 58 Prozent der 25- bis 29-Jährigen und 47 Prozent der 18- bis 24-Jährigen gehen im Internet auf Jobsuche. Noch überdurchschnittlich viele (39 Prozent) sind es bei den 30- bis 39-Jährigen, erst in den Altersgruppen ab 40 Jahren verliert diese Nutzungsmöglichkeit an Bedeutung. Unter jenen Nutzern, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, nehmen mehr als vier von fürn (83 Prozent) den Weg der Stellensuche im Netz wahr. Von den Berufstätigen, die ihren Arbeitsplatz als gefährdet ansehen, ist dies fast noch die Hälfte (46 Prozent). Lediglich unter jenen, die angeben, ihr Arbeitsplatz sei sicher, suchen wenige im Web nach einem Job (23 Prozent). Von allen Berufstätigen mit Internet-Zugang nutzen 29 Prozent das Web zur Stellensuche, von jenen, die sich in Ausbildung befinden, 48 Prozent.

Ein Großteil der Internet-User (68 Prozent) vergleicht bereits online Preise, 56 Prozent kaufen schließlich auch Produkte und Dienstleistungen im Netz ein. Die Möglichkeit des Online-Bankings nutzen 51 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2005 hat der Abruf von Politiknachrichten mit 34 Prozent leicht zugenommen, Wirtschafts- und Börsennachrichten lesen 32 Prozent online. Der Abschluss von Versicherungen im Internet sowie Online-Brokerage ist mit jeweils 11 Prozent für Internutzer wenig attraktiv.

Erstmals besitzen 70 Prozent der Männer Zugang zum Internet, bei den Frauen sind dies in den letzten drei Quartalen gleichbleibend 56 Prozent. Ebenfalls unterschiedlich ist die Aufteilung zwischen West- und Ostdeutschland. Die Zugangsrate im Westen liegt mit 64 Prozent deutlich höher als im Osten (57 Prozent). Gemessen nach den Altersgruppen haben vier von fünf Nutzern bis 50 Jahren Zugang zum Internet. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind dies 67 Prozent, bei den über 60-Jährigen lediglich 30 Prozent.

Die Quartalsdaten zeigen weiterhin, dass der Zusammenhang zwischen formaler Bildung und Internet-Zugang stark auseinandergeht: 83 Prozent der Deutschen mit Hochschulreife haben einen Internetzugang, aber lediglich 20 Prozent der Hauptschulabsolventen ohne Lehre. Unter Hauptschülern mit Lehre sind 42 Prozent online, unter jenen mit Mittlerer Reife 63 Prozent. In Bezug auf die Berufstätigkeit heben sich insbesondere zwei Gruppen ab: Arbeiter sind laut Wahlen im Internet stark unterdurchschnittlich präsent (42 Prozent), Selbständige hingegen nutzen es überdurchschnittlich (74 Prozent). Einfache und mittlere Angestellte und Beamte besitzen mit 65 Prozent ähnlich häufig einen Internet-Zugang . Höhere Angestellte und Beamte sind mit 69 Prozent leicht stärker vertreten.

Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.622 Deutschen ab 18 Jahren.

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