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Tradedoubler: ECommerce-Umsätze steigen langsamer

von sr

14.07.2005 (iBusiness) Der Online-Handel wird für Verbraucher immer attraktiver. Davon profitiert auch die Reisebranche, die online bisher lediglich mit eher unausgegorenen Internetauftritten auf sich aufmerksam machen konnte.

Verbraucher kaufen immer mehr online ein. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Tradedoubler Tracker   für das erste Halbjahr 2005. Demnach sind in diesem Zeitraum die Online-Verkäufe im Vergleich zur Vorjahresperiode um 51 Prozent gestiegen. Der Umsatzwert allerdings hat mit 35 Prozent Zuwachs auf jetzt fast 650 Millionen Euro weniger stark zugelegt. Laut Tradedoubler ist das ein Zeichen dafür, dass Verbraucher im Internet verstärkt nach "den besten Schnäppchen" suchen.

Die Nachfrage nach Billig-Produkten spiegelt sich auch in der Auswertung der Bestellwerte wieder. So liegt der durschnittliche Warenwert pro Order mit aktuell 147 Euro um fast 40 Prozent unter dem Wert von Juni 2004. Ein Ende der 'Geiz-ist-geil'-Mentalität ist nicht in Sichtweite: Der durchschnittliche Bestellwert nimmt monatlich sogar weiter um drei Prozent ab.

Das die Umsätze im ECommerce überhaupt in diesem Jahr so stark zugelegt haben, liegt daher vor allem am Online-Reisemarkt. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2004 für den Online-Reisesektor hat TradeDoubler für dieses Jahr eigentlich einen Umsatzrückgang in diesem Marktsegement erwartet. Der blieb allerdings bislang aus. Statt dessen haben die Umsätze bei Online-Reisebuchung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal um 43 Prozent zugenommen.

Die Auswertung zeigt daher, dass Online-Reisebüros sich bei den Konsumenten allmählich durchsetzen. Laut Tradedoubler liegt das vor allem daran, dass Verbraucher immer mehr Vertrauen in den Online-Handel bekommen. Zudem hätten Reiseveranstalter ihre Online-Angebote und Online-Buchungssysteme mittlerweile stark verbessert.

Aber auch die anderen Märkte haben beim Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 zugelegt: Finanzdienstleistungen um 115 Prozent, Unterhaltungselektronik um 60 Prozent, Telekommunikation um 59 Prozent sowie Reise & Urlaub um 43 Prozent. Lediglich in der Unterhaltungsbranche gingen die Umsätze im ersten Halbjahr 2005 zurück.

Der 'TradeDoubler Tracker' ist ein monatlicher Bericht, der die über das TradeDoubler-Netzwerk abgeschlossenen Online-Verkäufe in 16 europäischen Ländern auswertet.

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Tradedoubler: ECommerce-Umsätze steigen langsamer

Die Zahlen der Studie zeigen eine deutliche Tendenz: Der ECommerce-Markt verändert sich und wird für Anbieter wie Dienstleister schwieriger.

Ein Ende der 'Geiz-ist-geil'-Mentalität ist nicht in Sichtweite: Um drei Prozent sinken die Preise - pro Monat. Das bedeutet, dass ohne funktionierende Logistik, ausgefeiltes Retourenmanagement und intelligentes Produktmarketing langfristig auch heute erfolgreiche Onlineshops nicht mehr überleben können.

Auch wenn die Hausaufgaben in Europas Onlineshops gemacht sind: Ohne ständige Weiterentwicklung, ohne kontinuierliche Investition in Design, Programmierung und Design geht es auch in Zukunft nicht.

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