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Fraunhofer-Software spürt Internet-Raubkopien auf

von sr

07.02.2006 (iBusiness) Egal ob MP3-File, Reportage oder jepg-Bild: Mit der Fraunhofer-Software iDetective lassen sich Tauschbörsen nach Raubkopien durchforsten.

"Durch Verletzungen des Urheberrechts entstehen enorme Schäden", klagt Ulrich Pinsdorf, Projektleiter am Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung   (IGD). "Schätzungen zufolge allein in Deutschland Verluste in Höhe von 30 Milliarden Euro jährlich." Um unrechtmäßige Kopien jetzt online schneller aufzuspüren hat er die Software iDetective   entwickelt. Mit der Anwendung lässt sich die Suche nach Raubkopien weitgehend automatisieren.

Wie die Software funktioniert, verdeutlicht das folgende Beispiel. Eine Fotograf kann die Software nutzen, um nach illegalen Kopien seiner Aufnahme zu fahnden. In einem ersten Schritt zählt iDetective alle Bildpunkte- und farben des Originals zusammen und fertig ein Histogramm an. Dann müssen die Anwender angeben, wo nach Fälschungen gesucht werden soll: beispielsweise in einer Tauschbörse. Anschließend scannt iDetective alle dort verfügbaren Bilder auf Basis des Histogramms. Dazu verfügt die Software über weitere Suchalgorithmen: iDetective kann dadurch auch kopierte Bilder aufspüren, wenn die Fälscher die Farben leicht verändert haben.

Die Software ist derzeit nur als Prototyp erhältlich. Interessenten müssen sich zwecks einer Fahndung direkt an Projektleiter Pinsdorf   vom Fraunhofer IGD wenden.

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