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Damit man seine Götter besser googeln kann: Christen wünschen sich mehr Kirche im Netz

10.04.2014 Eine aktuelle Studie liefert Agenturen ein Argument, bei Kirchen auf Akquisetour zu gehen: Eine Umfrage im Auftrag von Konpress   unter 1.088 Katholiken und Protestanten ergab, dass sich Christen im Internet mehr Informationen und mehr Raum für Diskussionen über Glaube und Religion wünschen. Gut jeder Zweite ist davon überzeugt, dass die Kirchen dazu soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter und andere moderne Kommunikationsmedien stärker nutzen sollten.

Auch der Kardinalvogel soll twittern (Bild: B. Walker)
Bild: B. Walker
Bild: B. Walker unter GNU-FDL
Auch der Kardinalvogel soll twittern
Bislang haben 17 Prozent der Christen schon einmal online über Kirche und Religion diskutiert, 22 Prozent der 14- bis 29-Jährigen tauschen sich im Social Web über Glaubensfragen aus. Über soziale Netzwerke sind aber nicht nur junge Christen gut zu erreichen: Rund die Hälfte aller Befragten ist stark bei Facebook und anderen aktiv, nur 15 Prozent sind bei keinem Netzwerk angemeldet.

Wenn sich Christen im Netz über Glaubensthemen informieren wollen, sucht derzeit fast die Hälfte der Befragten bei Google oder einem anderen Dienst. Kirchliche Webseiten würde demgegenüber nur jeder Fünfte ansteuern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass gerade einmal jeder elfte Befragte kirchliche Angebote kennt. Das Interesse an einer Ansprache durch die Kirchen ist vorhanden: Knapp 20 Prozent der Umfrageteilnehmer wünschen sich ausdrücklich einen kirchlichen Ansprechpartner im Netz, ein weiteres Viertel ist zumindest nicht uninteressiert an einem entsprechenden Angebot. Am häufigsten gewünscht wird der Kontakt zum Gemeindepfarrer bzw. -priester (60 Prozent), knapp jeder Dritte würde sich aber auch gerne mit anderen Kirchenmitgliedern ohne offizielle Funktion im Internet austauschen.

Grundsätzliche Vorbehalte gegen eine stärkere Online-Präsenz der Kirchen hat nur eine Minderheit: Gut ein Drittel der Christen ist der Ansicht, dass Religion und Glaube zu persönliche Themen für das Internet sind.
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