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Mass Customization: Online-Shop bietet 3D-Druck an

27.09.2006 (iBusiness) Ab Ende September bietet eine Leipziger Firma den 3D-Druck nach eigenen Angaben erstmals weltweit als Dienstleistung für die Allgemeinheit an.

In dem Online-Shop Rapidobject.com   der Firma RT Reprotechnik.de GmbH   soll jeder seine virtuellen 3D-Modelle als Druckvorlage übermitteln oder auf angebotene 3D-Modelle von anderen Nutzern zurückgreifen können. Das Objekt wird dann in Farbe auf einem 3D-Drucker gedruckt und in wenigen Tagen an den Besteller ausgeliefert. Das Unternehmen will sowohl Vollkörper als auch Hohlkörper erstellen.

Im Gegensatz zu traditionellen materialabtragenden Methoden, wie Drehen, Fräsen und Erodieren, wird das Werkstück beim Rapid Prototyping in Schichten aufgebaut. Das Rapid Prototyping soll wesentlich schneller als andere Verfahren sein. Oft ist dies zudem die einzige Möglichkeit, Einzelstücke oder sehr geringe Stückzahlen maschinell herzustellen.

"Egal, ob der Kunde seine Lieblingsfigur aus einem Rollen- oder Fantasyspiel real auf dem Schreibtisch stellen will oder Zubehör für seine Modelleisenbahn braucht: Der Fantasie sind beim 3D-Druck keine Grenzen gesetzt." erklärt Petra Wallasch, Geschäftsführerin von RT. Auch Kleinunternehmen und Selbständige, die bisher den 3D-Druck nicht finanzieren konnten, sollen die Plattform nutzen um virtuelle Modelle zu drucken. Das können beispielsweise Design-Objekte aber auch Statistik-Diagramme oder geologische Profile sein.

Anbieten können die virtuellen Modelle im dem Shopsystem alle, die mit 3D-Software umgehen können. Aber auch andere Nutzer sollen ihre persönlichen Entwürfe in Zukunft online bestellen können - mit Hilfe von Dienstleistern, die jedes persönliche Wunsch-Modell virtuell entwickeln.

Mit 3D-Druckern stellen Unternehmen aus der Automobilindustrie und dem Produktdesign seit Jahren Prototypen auf Grundlage von Software-Modellen her. Schicht für Schicht wird Gipspulver dazu nach genauer Vorgabe aufeinander geklebt, bis das Objekt fertig ist.

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