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Studie: E-Mail und mobile Geräte sind größtes Sicherheitsrisiko in Unternehmen
23.10.2006 (iBusiness) Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen geht sehr fahrlässig mit sensiblen Daten um. Obwohl die meisten Unternehmen befürchten, dass wertvolle oder vertrauliche Informationen nach außen gelangen
könnten, wissen viele nicht, welche Daten wie oft tatsächlich die Organisation verlassen.
Obwohl die Befragten Datenschutz und Informationssicherheit als ihre wichtigsten Anliegen nannten, fehle es laut Studie den meisten Entscheidern an Wissen und Bewusstsein über das Risiko für ihre vertraulichen Daten. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung unter deutschen Unternehmen im Überblick:
- Die drei größten potenziellen Informationslecks sind nach Ansicht der Befragten EMail-Inhalte (74 Prozent), tragbare Geräte (64 Prozent) und EMail-Anhänge (54 Prozent).
- Durchschnittlich 70 Prozent der Befragten sind "besorgt" oder "sehr besorgt", dass Verletzungen der Informationssicherheit in ihrem Unternehmen negative Folgen haben könnten. Dabei spielt es keine
Rolle, ob die Informationslecks durch vorsätzliche Weitergabe von Daten oder unabsichtlich im normalen Umgang mit ihnen auftreten.
- Die wichtigsten Gründe, weshalb deutsche Unternehmen sich um ihre Informationssicherheit Gedanken machen, sind der Studie zufolge
der Ruf ihres Unternehmens (84 Prozent), der Schutz von Kundendaten (82 Prozent) sowie das Ziel, auch im Krisenfall den Geschäftsbetrieb aufrecht zu
erhalten (80 Prozent). Der Schutz geistigen
Eigentums rangiert mit 48 Prozent nur auf dem letzten Platz der Prioritäten.
- 78 Prozent der befragten Unternehmen haben Regeln zum sicheren Umgang mit sensiblen Informationen definiert. 64 Prozent der Befragten sind "einigermaßen sicher" oder "sehr sicher". Von den Befragten mit formalen Regeln gaben nur 26 Prozent an,
irgendeinen Mechanismus zu nutzen, der die Einhaltung dieser Richtlinien überwacht.
- Nur 46 Prozent aller in der Studie befragten
Sicherheits- und Risikoexperten an, Mechanismen zur Dokumentensicherheit eingerichtet zu haben.
- Dass es keine strengeren Mechanismen für die Durchsetzung von Informationssicherheit gibt, könnte laut Studie an der Verwirrung über geeignete
Kontrollansätze liegen. 28 Prozent der Befragten wollen die Inhaltskontrolle in den Händen der Endanwender belassen. 56 Prozent möchten lieber ein Gleichgewicht zwischen Endnutzern und automatisierter Compliancekontrolle der Inhalte erhalten. Nur 14 Prozent wollen die Endanwender an die Hand nehmen und einen voll-automatisierten Prozess für die Kontrolle von Inhalten einsetzen.
- 42 Prozent glauben noch immer, dass die Umwandlung eines Dokuments in das PDF-Format es sicher genug für den Versand macht.
Die Workshare-Umfrage zu Informationsrisiken hat Loudhouse Research im August 2006 durchgeführt. Im Auftrag von Workshare befragte die Marktforschungsberatung 200 Sicherheits- und Risikoexperten in Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien, Japan und Australien. Die Teilnehmer der Umfrage waren verantwortlich für Informationssicherheit, Risiko oder Compliance bei Finanzdienstleitungsunternehmen, im Einzelhandel, im öffentlichen Sektor oder im Bereich Business Services.
