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ELearning-Studie: Wo deutsche Unis noch nachbessern müssen

von sr

31.10.2006 (iBusiness) E-Learning ist einer aktuellen Studie zufolge aus dem Hochschulalltag in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Dennoch gibt es viele Bereiche, in denen Unis und Fachhochschulen noch deutlichen Nachholbedarf haben.

Fast alle deutschen Hochschulen setzen auf E-Learning. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter deutschen Universitäten und Fachhochschulen der Hannoveraner Hochschulinformationssystem GmbH   (HIS) und des Multimedia Kontors Hamburg  . Demnach bieten 87 Prozent der deutschen Hochschulen ihren Studierenden digitale Lehrmaterialien an. Interessant: Durch E-Learning versprechen sich Hochschulen im Gegensatz zu früheren Erhebungen keine Einsparpotenziale, sondern in erster Linie Wettbewerbsvorteile beim Kampf um die Gunst der Studenten.

"Das Motto heißt heute Reputation statt Rendite", erklärt Dr. Ulrich Schmid, Mit-Urheber der Studie. So rechnen 70 Prozent der Hochschulen mit Wettbewerbsvorteilen durch den Einsatz von ELearning-Methoden. Dagegen glaubt nur ein gutes Drittel (36 Prozent), ein digitales Studium könne Kapazitätsengpässe beim Lehrkörper beheben.

Dennoch steckt E-Learning an vielen Unis noch in den Kinderschuhen. Zwar ist es an den meisten Hochschulen inzwischen Standard, Skripte, Folien oder Ton- und Videoaufzeichnungen von Vorlesungen online zur Verfügung zu stellen. Technisch anspruchsvolle ELearning-Lösungen wie virtuelle Labore oder Live-Übertragungen von Veranstaltungen sind jedoch die Ausnahme: Nur etwa ein Drittel der befragten Hochschulen macht davon Gebrauch.

Noch zurückhaltender ist man bei der Einführung von komplett digitalisierten Fern- oder Weiterbildungsstudiengängen. Nur 16 Prozent der Hochschulen bieten diese Form des Studiums an. Immerhin 58 Prozent der befragten Hochschulen bieten aber bereits eine Online-Anmeldung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen an. Nahezu alle befragten Einrichtungen (93 Prozent) stellen ihren Studierenden zudem digitale Bibliotheksdienste bereit.

Für die Studie wurden mehr als 200 deutsche Universitäten und Fachhochschulen befragt.

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