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Jeder zweite Internetnutzer weltweit nutzt täglich Messenger

06.10.2015 Die Popularität und die tägliche Nutzung von Instant Messaging (IM) ist im vergangenen Jahr um zwölf Prozent gestiegen. Weltweit entscheiden sich immer mehr Menschen für geschlossene Messaging-Plattformen wie Whatsapp  , Facebook Messenger   und Viber  . Deutschland ist Schlusslicht bei der Nutzung.

 (Bild: Jhaymesisviphotography/Flickr)
Bild: Jhaymesisviphotography/Flickr
Bild: Jhaymesisviphotography/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Mehr als die Hälfte der Internetnutzer weltweit (55 Prozent) kommunizieren täglich über IM. 76 Prozent nutzen es mindestens im wöchentlichen Rhythmus. Das ist eines der Kernergebnisse von Connected Life  , einer Studie von TNS, für die weltweit über 60.000 Internetnutzer zu ihrem Verhalten und ihren Einstellungen befragt wurden. Aber auch soziale Netzwerke erfreuen sich danach einer weiter steigenden Popularität und konnten den Anteil der täglichen Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent steigern.

Schlusslicht Deutschland holt auf

Das tägliche Instant Messaging steigt besonders in den aufstrebenden "Mobile first Ländern" wie Malaysia (77 Prozent), Brasilien (73 Prozent), China (69 Prozent) und Südafrika (64 Prozent). Dagegen geraten einige westliche Märkte deutlich in Rückstand, darunter Großbritannien (39 Prozent) und die USA (35 Prozent). Deutschland ist zwar im Vergleich mit aktuell 21 Prozent täglicher Nutzer von WhatsApp und Co. weltweit eines der Schlusslichter, dieser Anteil hat sich allerdings innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt (2014: zehn Prozent).

Facebook hat seine Position als die weltweit beliebteste soziale Plattform behaupten können. Fast ein Drittel der weltweiten Internetnutzer (30 Prozent) sagen, dass sie das soziale Netzwerk täglich nutzen. In China dominiert inzwischen Wechat   mit 68 Prozent der täglichen Nutzung den Markt. Hierzulande stieg der Anteil an Onlinern, die täglich soziale Netzwerke nutzen von 36 Prozent (2014) auf derzeit 41 Prozent.

Die weltweit erhobenen Daten zeigen, dass die Verbraucher über das Internet auf mehreren Plattformen stark miteinander vernetzt sind. Während die Popularität von Instant Messaging weiter steigt, verbreiten auch traditionelle Social-Media-Plattformen Inhalte deutlich schneller viral. Die Herausforderung für Marken ist, Inhalte zu schaffen, die Verbraucher auch wirklich teilen wollen.

Neue Messenger haben aktivere Nutzer als etablierte

Während die IM-Plattformen noch ein kleineres Publikum anziehen, haben sie häufig die viel aktiveren Anwender. 40 Prozent der Nutzer von Vine   und 44 Prozent der Nutzer von Snapchat   sagen, dass sie sich wöchentlich sogenannten Branded Content ansehen, während 43 Prozent der Wechat-Nutzer den Dienst als Ausgangspunkt verwenden, um Informationen und Dienstleistungen über ein Unternehmen zu erhalten.

"Die Online-Gewohnheiten der Menschen werden immer fragmentierter. Marken müssen sich die wachsende Popularität von Instant Messaging und anderer aufstrebender Plattformen erschließen. Connected Life macht den Bedarf an einer Content gesteuerten Ausrichtung der cross-medialen Kommunikation über IM, Social Networks und traditionelle Kanäle ganz deutlich", sagt Joseph Webb, Global Director Connected Life.

"Doch zugleich sollten Marken äußerst vorsichtig sein. Die User sind sehr sensibel wenn es darum geht, Branded Content in diesen eigentlich nichtöffentlichen Bereich zu akzeptieren. Hier ist es vor allem notwendig, exklusive Inhalte zu teilen, die für den User wirklich relevant und wertvoll sind", ergänzt Freese. Denn ein weiteres Ergebnis zeigt, dass sich die Nutzer von IM vor dem Teilen von Branded Content Gedanken darüber machen, welche Auswirkung das Drücken des Share-Buttons auf das eigene Image des Nutzers hat.
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