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Sharing Economy

Kleider zur Miete: Deutsche Konsumenten zögern noch

20.02.2020 Zu den Mietfavoriten zählen Kleidungsstücke für festliche Gelegenheiten und den Skisport. Mietflops sind dagegen Handtaschen und kleine Haushaltsgeräte.

 (Bild: sdnet/Pixabay)
Bild: sdnet/Pixabay
Eine Million Altkleider werden jedes Jahr in Deutschland entsorgt. Eine nachhaltige Lösung, um diese Kleiderberge zu reduzieren, könnte neben Second-Hand-Einkäufen auch die Miete von Kleidern sein. Wie deutsche Konsumentinnen zu diesem Thema stehen, fragte Tchibo Share in einer repräsentativen Online-Umfrage. 800 Frauen zwischen 25 und 49 Jahren, die mit mindestens einem Kind unter 12 Jahren im Haushalt leben, wurden dafür im Dezember 2019 befragt.

Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Jede vierte der Befragten interessiert sich generell dafür, Kleidung und Möbel für ihre Kinder zu mieten. Ihren eigenen Kleiderschrank würde immerhin jede fünfte mit Mietmodellen bestücken.
  • In die Tat umgesetzt und gemietet haben allerdings weniger als 10 Prozent der Befragten. Ebenso hatte nur jede zehnte schon einmal eine Kleidertauschparty besucht, aber immerhin 49 Prozent hätten Interesse daran, an einer solchen Party teilzunehmen.
  • Die Befragten gaben an, dass vor allem für kleine Kinder Baby- und Kinderkleidung, aber auch Kindermöbel, Spielsachen und Babyausstattung zur Miete interessant seien. Sehr begehrt als Mietmodell ist auch die sogenannte "festliche Kleidung" (die bei Taufen, Konfirmationen, Geburtstagen getragen wird), sowohl für Kinder als auch für Frauen. Genauso interessiert zeigten sie sich an der Miete von Ski- und Outdoorkleidung. Allen Mietfavoriten gemein ist die eher kurze Tragedauer.
  • Sparen ist ein Hauptmotivator beim Mieten: Das gaben 69 Prozent der Befragten an. Der Nachhaltigkeitsaspekt kommt bei 59 Prozent zum Tragen, mehr Abwechslung im Kleiderschrank ist für sich 54 Prozent der befragten Frauen ein Mietvorteil.
  • Welche Hürden halten vom Mieten ab? Die Konsumentinnen gaben an, Kleidungsstücke bevorzugt besitzen zu wollen, gefolgt von Bedenken, dass gebrauchte Kleidung unhygienisch sei. Auch Deko- und Wohnaccessoires, Handtaschen und kleine Haushaltsgeräte möchte laut Umfrage kaum eine Frau mieten.

Tchibo bietet seit Januar 2018 mit Tchibo Share   einen Mietservice für Baby-, Kinder- und Damenbekleidung an, im Angebot sind auch Spielzeuge, Möbel, festliche Mode, sowie Ski- und Outdoorbekleidung. Passend zu den Umfrageergebnissen werden aktuell am liebsten Kinderbodys und Schlafanzüge, sowie Skikleidung von Kunden gemietet. Im Frühjahr wird das Sortiment um Artikel aus der Kaffeewelt erweitert. Auch dem Wunsch nach mehr Fremdmarken im Sortiment (wünschten sich im Schnitt 41 Prozent der Befragten) kommt der Anbieter nach, mit Spielzeug von Haba, Babytragen von Didymos und Möbel von Pinolino. Weitere Markenkooperationen sollen dieses Jahr folgen. Siehe zu dem Thema Mietmodelle auch: Sharing Economy: Erfolgsstrategien für Mietmodelle im Handel
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