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Sharing Economy: Kreislaufwirtschaft wird neue Normalität

29.07.2019 Das Prinzip der Kreislaufwirtschaft bietet neue Chancen für Umwelt, Unternehmen und Gesellschaft. Second-Hand-Märkte und Geschäftsmodelle der Sharing Economy kommen den Wünschen der Verbraucher entgegen: Sie erwarten mehr Nachhaltigkeit.

 (Bild: Media-Markt)
Bild: Media-Markt
Die weltweite Nachfrage nach Ressourcen übersteigt längst das, was die Erde selbst erneuern kann. Deutschland benötigt aktuell etwa das Doppelte seiner verfügbaren Biokapazität. Gleichzeitig schreitet die Zerstörung der Umwelt durch menschliche Aktivitäten voran - ein Problem, das sich mit der weltweit wachsenden Mittelschicht weiter verschärfen wird. Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein vielversprechender Ansatz, um gegenzusteuern. Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Analyse, die die Unternehmensberatung PwC zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zum 'Earth Overshoot Day' (29.07.) veröffentlicht. Der globale Erdüberlastungstag wird dieses Jahr am 29. Juli erreicht - so früh wie nie zuvor. An diesem Tag hat die Weltbevölkerung rein rechnerisch die für 2019 verfügbare Menge an nachwachsenden Rohstoffen verbraucht, die in diesem Jahr von der Erde reproduziert werden kann.

Die Kreislaufwirtschaft nimmt sich die Natur zum Vorbild. Das Ziel ist ein geschlossener Materialkreislauf, der die Entstehung von Abfällen minimiert und im Idealfall vermeidet. Drei Grundprinzipien sind charakteristisch: Zum einen gilt es, Ressourcen effizient einzusetzen und erneuerbaren Materialien den Vorzug zu geben. Zweitens wird die Nutzung und Lebensdauer von Produkten maximiert und drittens spielen Abfallprodukte eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Neuem.

Darüber hinaus erhöht sich in eng verwobenen Lieferketten der Druck, auf umwelt- und sozialverträgliche Geschäftspraktiken zu setzen. Denn Unternehmen geben ihre Ziele und Erwartungen im Bereich der Nachhaltigkeit an ihre Zulieferer und Geschäftspartner weiter.

Großes Potenzial in den Bereichen Elektronik, Mobilität und Mode

"Häufig wird der Kreislauf aus geringer Nachfrage und geringem Angebot erst durchbrochen, wenn eine gewinnbringende Menge wiederverwertet werden kann, Regulierung Anreize schafft oder sogar Quoten vorgibt", so die Einschätzung von Pia Schnück'Pia Schnück' in Expertenprofilen nachschlagen , Nachhaltigkeitsexpertin bei PwC Deutschland. "Auf der anderen Seite eröffnen Circular-Economy-Ansätze Geschäftschancen durch neue Second-Hand-Märkte und Geschäftsmodelle der Sharing Economy. Das wird in naher Zukunft zum Beispiel bei elektronischen Geräten, Mobilität und im Bereich Mode/Textilien zu veränderten Märkten führen und nicht nur Ressourcenschonung fördern, sondern auch neue Business Cases entstehen lassen."

Ein wichtiger Treiber für die Kreislaufwirtschaft sind auch innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, 3D-Druck, Robotik, Blockchain, Drohnen, Virtual- und Augmented Reality - sie alle können dazu beitragen, Strategien der Kreislaufwirtschaft zu stärken. So erhöht Künstliche Intelligenz beispielsweise die Produktivität und Effizienz, indem sie den Verbrauch von Energie und Wasser bei der Produktion optimiert, während sich durch 3D-Druck die Nachhaltigkeit des Designs und die Langlebigkeit eines Produkts verbessern lassen. Auch der Einsatz von Drohnen kann die Langlebigkeit fördern, zum Beispiel durch gezielte frühzeitige Instandsetzung.

(AutorIn: Christina Rose )

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