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Fitnesskontrolle ist wichtiges Einsatzgebiet für Wearable Devices
08.09.2014 Wearables sind der aktuelle Techniktrend. Eine aktuelle GfK-Umfrage in Deutschland, Großbritannien, China, Südkorea und den USA zeigt: aus Sicht der Verbraucher sind bekannte Technikmarken die erste Wahl bei einem möglichen Kauf. Für Activity Tracker ist in der Mehrheit der untersuchten Länder Fitnesskontrolle das Haupteinsatzgebiet. Aber auch bei Smartwatches dominiert als wichtigster Verwendungszweck die Kontrolle von Sportaktivitäten, Schlaf oder Gesundheit. Dies könnte für Anbieter von reinen Activity Trackern zum Problem werden.
Wie die aktuelle GfK-Umfrage zeigt, existieren allerdings Unterschiede, wofür die Verbraucher diese neue Technologie nutzen wollen. Fitnesskontrolle ist für US-Amerikaner, Briten und Deutsche das wichtigste Einsatzgebiet. In China wird am häufigsten die Aufzeichnung der Gesundheit genannt. In Südkorea belegt hingegen die detaillierte Bewertung von persönlichen Statistiken aus den Bereichen Fitness, Gesundheit und Schlaf den ersten Rang.
Auch bei den wichtigsten Kaufkriterien unterscheiden sich die untersuchten Länder. In Deutschland ist für 30 Prozent der Befragten die Kompatibilität mit dem Smartphone und anderen Geräten das wichtigste Kaufkriterium. Für 20 Prozent entscheidet am ehesten der Preis. Genauigkeit ist für 15 Prozent das wichtigste Kriterium.
Auch in China wird Kompatibilität (19 Prozent) am häufigsten genannt, gefolgt von Genauigkeit (17 Prozent). Die Marke ist für immerhin 16 Prozent der Chinesen das entscheidende Kaufkriterium. In Großbritannien entscheidet vor allem der Preis des Activity Tracker. Für insgesamt 28 Prozent der Briten ist er das wichtigste Kaufargument, gefolgt von Kompatibilität (20 Prozent) und Genauigkeit (11 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich in den USA.
Auch hier liegt der Preis (27 Prozent) vorne, gefolgt von Kompatibilität (17 Prozent) sowie Genauigkeit (13 Prozent). In Südkorea punkten vor allem Kompatibilität (19 Prozent), Preis (17 Prozent) und die Benutzerfreundlichkeit (17 Prozent).
Activity Tracker: Technik- vor Sportmarken
Activity Tracker sind von Anbietern aus verschiedenen Branchen erhältlich. Über die größten Verkaufschancen verfügen in allen Ländern bekannte Technikmarken. In Südkorea sind sie beim möglichen Kauf eines Activity Trackers für 69 Prozent der Verbraucher die erste Wahl, in China für 54 Prozent und in Deutschland für 51 Prozent. Auch in Großbritannien (47 Prozent) und den USA (42 Prozent) liegen sie vorn.Auf dem zweiten Platz, aber mit deutlichem Abstand, folgen Sportmarken. Ihr größtes Absatzpotenzial ist in den USA und Großbritannien. Rund ein Drittel der Befragten nennen sie dort als bevorzugte Anbieter. In Deutschland und China erreichen sie immerhin noch knapp 30 Prozent, in Südkorea nur rund 17 Prozent. Sportmarken sind besonders bei jüngeren Zielgruppen populär. Activity Tracker von spezialisierten Technikmarken, Modeunternehmen oder Luxusmarken verfügen laut Umfrage nur über sehr eingeschränkte Verkaufspotenziale.
Smartwatches: Aktivitätenkontrolle ist bevorzugtes Einsatzgebiet
Smartwatches bieten im Vergleich zu Activity Trackern eine breitere Palette an Einsatzgebieten. Je nach Modell ist es möglich, über diese Uhren auch Telefongespräche zu führen, sie dienen zur Navigation, bieten die Möglichkeit für Suchanfragen im Internet oder zur Erfassung von Sportaktivitäten und Gesundheitswerten. Laut GfK-Studie sehen die Verbraucher in allen untersuchten Ländern die Erfassung von Aktivitäten und Gesundheitswerten als Haupteinsatzgebiet für Smartwatches. Dies macht Smartwatches zu einer deutlichen Konkurrenz für reine Activity Tracker.In Deutschland ist die Erfassung von Sport, Gesundheits- und Fitnesswerten für ein Viertel der Befragten die wichtigste Anwendung, gefolgt von der Funktion als klassische Uhr (20 Prozent) und der Möglichkeit, Telefonate mittels der Smartwatch zu führen (11 Prozent). Auch in Großbritannien ist die Kontrolle von Aktivitäten und Gesundheit das am häufigsten genannte Einsatzgebiet (28 Prozent), gefolgt von der Funktion als Uhr (15 Prozent) und der Möglichkeit, die Smartwatch als Navigationssystem zu nutzen (10 Prozent). Für Chinesen punktet die Aktivitätenkontrolle mit 35 Prozent der Nennungen sehr deutlich, gefolgt von der Telefonfunktion (16 Prozent) und der Nutzung zur Navigation (11 Prozent).
In den USA liegt Aktivitätenkontrolle (29 Prozent) klar auf Platz eins, gefolgt von Uhrenfunktion (13 Prozent) und der Nutzung von Apps beispielsweise für Wetterberichte, Notizen oder Kurznachrichten (10 Prozent). Die Befragten in Südkorea favorisieren Aktivitätenkontrolle (27 Prozent), Telefonfunktion (21 Prozent) und die Nutzung von Apps (11 Prozent).
Smartwatches: Preis ist wichtigstes Kaufkriterium
Abgesehen von China ist in allen untersuchten Ländern der Preis einer Smartwatch das wichtigste Kaufkriterium. Die Funktionalität landet in den meisten Ländern auf Platz zwei, gefolgt von der Möglichkeit, die Smartwatch zur Aufzeichnung von Aktivitäts- und Gesundheitswerten einzusetzen. Für chinesische Konsumenten hingegen steht an oberster Stelle die Genauigkeit der Smartwatch, gefolgt von der Aktivitätenerfassung und der Marke. Auch hier zeigt sich das in China stark ausgeprägte Interesse, Markenprodukte zu besitzen. In allen Ländern werden bekannte Technikmarken als bevorzugte Anbieter von Smartwatches genannt. Sie führen mit deutlichem Abstand vor Sportmarken. Luxusmarken aus dem Mode- oder Uhrenbereich haben speziell in China Marktchancen.Die Daten stammen aus einer im August 2014 durchgeführten Umfrage unter Besitzern von Smartphones in Deutschland, Großbritannien, China, Südkorea und den USA. In jedem Land wurden 1.000 Personen online befragt.
