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Preisparitätsverbot: Gut für den Onlinehandel, schlecht für den Onlinekäufer

08.04.2013 So widersinnig es auf den ersten Blick aussieht: Wenn das Bundeskartellamt Amazon die Preisparität aus seinen AGB rausstreicht, ist das gut für den Wettbewerb, aber schlecht für den Onlinekäufer.

Gut für den Wettbewerb: Onlinehändler können auf der wichtigsten ECommerce-Plattform der Welt andere - auch höhere - Preise verlangen, als auf anderen Plattformen. Konkurrenten von Amazon - heißen Sie jetzt Hood, Otto oder Ebay - können sich durch andere - niedrigere - Preise von dem schier übermächtigen Konkurrenten abheben. Zum Beispiel, in dem sie niedrigere Provisionen verlangen, im Gegenzug aber verlangen, dass der Händler diesen Preisvorteil an die Kunden weitergibt.

Für den Onlinekäufer wird der Wegfall der Preispariät allerdings eher negativ zu Buche schlagen. Zum einen, weil sich der Preis-Spread für identische Produkte vergrößern wird - wovon nur erfahrene Schnäppchenjäger profitieren. Die Mehrheit der deutschen Onlinekäufer - also diejenigen, die nicht im Internet einkaufen, sondern bei Amazon - werden einfach höhere Preise zahlen.

Denn nichts für ungut, liebe Amazon-Konkurrenz: Wenn Sie die Alternative haben, bei Amazon zu kaufen - oder bei Hood, Otto oder Ebay: Wie ist ihre Wahl?
Thema:

Wie Amazon seine Händler am Gängelband führt

Viele Onlineshops nutzen die Reichweite von Amazon und verkaufen auf der Plattform. Ein sich gegenseitig befruchtendes Bündnis, könnte man meinen. Doch Amazon hält seine Händler an der kurzen Leine. Gerade die Preisvorschriften, die Amazon seinen Händler auferlegt, werden ein immer größeres Problem, das nicht mehr nur deutsche Gerichte beschäftigt. Auch das Kartellamt hat die Ermittlungen aufgenommen. Welche Zukunftsaussichten Amazons Preisparitäts-Forderung hierzulande hat. Und welche Auswirkungen das auf die Preisfestlegung im gesamten Internet hat.

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 (Bild: Andrea-Kusajda_pixelio.de)
Bild: Andrea-Kusajda_PIXELIO

Kommentar von Joachim Graf

Preisparitätsverbot: Gut für den Onlinehandel, schlecht für den Onlinekäufer

So widersinnig es auf den ersten Blick aussieht: Wenn das Bundeskartellamt Amazon die Preisparität aus seinen AGB rausstreicht, ist das gut für den Wettbewerb, aber schlecht für den Onlinekäufer.

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 (Michael Poganiatz)
Bild: Michael Poganiatz
Neuer Kommentar  Kommentare:
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Von: Mario Emrich ,  Pali-World ,  Verbindungen
Am: 08.04.2013

Zu: Preisparitätsverbot: Gut für den Onlinehandel, schlecht für den Onlinekäufer

Abgesehen davon haben wir als Händler mit Amazon derzeit noch ein ganz anderes Problem. Laut AGB's sind wir für die Bereitstellung unserer Produktdaten verantwortlich, was eigentlich auch nicht weiter schlimm wäre. Allerdings haben wir keinen Einfluss darauf, aus welchem Account sich Amazon die Bilddaten zieht, wenn andere Händler das gleiche Produkt anbieten. In der Vergangenheit mussten wir immer wieder den Verkäuferservice von Amazon kontaktieren und bitten, die Bilddaten aus unserem Account bereitzustellen, da die Produktbilder anderer Händler nicht nur eine schlechte Qualität hatten, sondern auch teilweise das Produkt mit optionalem Zubehör zeigten, dass nicht Bestandteil der Lieferung ist. Mittlerweile haben wir es aufgegeben, da unsere Bilder immer wieder neu von anderen Händlern "überschrieben" werden.
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