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Full-Service ist, wenn man genau weiß, was der Kunde braucht

22.11.2017 Wer Full-Service anbieten will, muss nicht jede Dienstleistung im Portfolio haben. Aber genau die, die der Kunde braucht, um rundum glücklich zu sein.

Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Bild: Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst
Größe wird am Interaktivagenturmarkt zum einem immer wichtigeren Faktor - und ist damit die erste Erfolgsstrategie. Der Wettbewerbsdruck ist unter kleinen Agenturen größer, die Akquise gestaltet sich komplizierter und kleine Agenturen arbeiten weniger profitabel als große. Soweit, so schlecht.

Damit sich daraus keine Abwärtsspirale entwickelt, müssen Agenturen klug gegensteuern. Im wesentlichen gibt zwei erfolgversprechende Strategien, mit denen sie auch in den nächsten fünf Jahren weiterhin erfolgreich wirtschaften:

  1. Sie werden aktiver Teil der Konsolidierung
    Viele Unternehmen schauen sich nach Partnerschaften oder neuen Töchtern um. Und das nicht ohne Grund. Wenn man sich zusätzliche Kompetenzen ins Haus holt, kann man unter Umständen ganz neue Kundengruppen erschließen, den wachsenden Kundenanforderungen besser gerecht werden oder zumindest das Personalloch von heute auf morgen stopfen.

  2. Sie spezialisieren sich auf eine Nische
    Wenn man weiterhin unabhängig bleiben und sein eigenes Ding durchziehen will, macht es Sinn, sich zu spezialisieren. Allerdings müssen Sie besonders darauf achten, sich nicht in eine Sackgasse zu manövrieren. Die wichtigsten Fragen: Gerät die Ausrichtung durch Marktentwicklung unter Druck? Diese kann beispielsweise durch Software- oder Plattformentwicklung oder Lerneffekte der Marktteilnehmer ausgelöst werden. Außerdem muss die Dienstleistung so bedeutend sein, dass Unternehmen damit auch langfristige eine einzelne Agentur beauftragen wollen.

In vielen Fällen dürfte es sich als Königswegs erweisen, seine Agentur nicht auf bestimmte Dienstleistungen und Technologien hin zu spezialisieren, sondern als Full-Service-Anbieter für bestimmte Bedarfsgruppen zu optimieren. Daraus ergibt sich dann ein Agenturportfolio, das auf viele verschiedene Kunden passt - und zwar so genau, das die Agentur aus Kundensicht ihr Fullservice-Versprechen besser einlösen kann als manch großer Konkurrent.
Thema:

Querschnittsanalyse: Wie Full-Service-Agenturen in Zukunft aussehen müssen

Wie entwickelt sich der Markt für deutsche Full-Service-Agenturen strukturell? Haben unabhängige inhabergeführte Interaktivagenturen eine Zukunft? Und wenn ja, welche? iBusiness hat die wichtigsten Marktzahlen analysiert und fünf Thesen zur richtigen Agenturausrichtung aufgestellt.

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Wachstum ist gefragt: Full-Service-Agenturen müssen ihre Ausrichtung überdenken, wenn sie eine Zukunft haben wollen. (Bild: jdpereiro/ Pixabay)
Bild: jdpereiro/ Pixabay
Wachstum ist gefragt: Full-Service-Agenturen müssen ihre Ausrichtung überdenken, wenn sie eine Zukunft haben wollen.

Kommentar von Dominik Grollmann

Full-Service ist, wenn man genau weiß, was der Kunde braucht

Wer Full-Service anbieten will, muss nicht jede Dienstleistung im Portfolio haben. Aber genau die, die der Kunde braucht, um rundum glücklich zu sein.

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Dominik Grollmann, iBusiness-Analyst (Dominik Grollmann)
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