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Mobilfunker feilen an werbefinanzierten Content-Modellen
23.06.2008 Derzeit sind Deutschlands Mobil-Portale noch eine erste Spielwiese für Werbekunden - doch die Netzbetreiber wollen ihre ersten Gehversuche in dem Segment weiter fortsetzen. E-Plus will mittelfristig mehr durch Werbung denn durch die Kundengebühren verdienen. iBusiness befragte die vier großen Mobilfunk-Anbieter zu ihren konkreten Plänen und dem Stand der Entwicklung.
Neben diesem Feldversuch, der nach iBusiness-Informationen bis September projektiert ist, hat E-Plus weitere Testprojekte in der Pipeline. Für die Zusammenarbeit mit großen Markenartiklern gelte, man wolle die Werbung "nicht mit der großen Gießkanne" ausschütten, wie es in der Düsseldorfer E-Plus-Zentrale heißt. Deshalb würden die neuen Werbeformen erst nach und nach an die Endkunden gebracht, die, wie E-Plus-Chef Thorsten Dirks der FTD verriet, der Werbung ausdrücklich zustimmen müssten. Wer die Werbevermarktung übernehmen wird, wird von E-Plus noch nicht kommuniziert.
Bisher ohne Zustimmung der Mobilfunkkunden - und derzeit noch mit dem Prinzip einer kleinen Gießkanne, arbeitet Vodafone . Momentan sind auf den mobilen Startseiten klassische Banner zu sehen - etwa der Autobauer Daimler und Volkswagen , einer Branche die in letzter Zeit verstärkt auf eigene mobile Mehrwertdienste setzt.
Allerdings hat Vodafone bereits eine eigene Mobile-Advertising-Abteilung aufgebaut, die in künftige Projekte eingebunden ist und auch die Vermarktung übernimmt. Noch 2009 will man mit werbefinanziertem Mobil-TV durchstarten - im Nachgang zu dem bisher noch nicht großen Angebot an Free-TV-Content via Mobiltelefon. Dabei zeichnet sich ab, dass Vodafone, das nach eigenen Angaben bisher keinen vertieften Kontakt etwa zum Konsortium Mobile 3.0 hat, auch mit anderen Contentpartnern diesen Zweig der mobilen Dienste ausbauen könnte. Momentan hadert das Konsortium im Zusammenhang mit der Lizenzierung und Frequenzzuteilung mit einem enormen Zeitverlust. Bei Vodafone jedenfalls will man nach und nach mit Zusatz-Content die Voraussetzungen für Werbungtreibende schaffen, auch mobil ihre Zielgruppen zu erreichen.
Die beiden Netzbetreiber T-Mobile und O2 konnten die iBusiness-Anfrage nicht vor Redaktionsschluss beantworten.
