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Technology-Watch: Algorithmus-Ende

24.02.2017 Algorithmen filtern und empfehlen, sie kaufen und verkaufen: Die Organisation der virtuellen Welt ruht zu großen Teilen auf von außen nicht einsehbaren und analyse-resistenten Lösungsvorschriften - Algorithmen sind für Außenstehende weitgehend hermetisch.

Mit dem Verschwinden des Algorithmus wird künstliche Intelligenz noch undurchsichtiger (Bild: CCO, Pixabay)
Bild: CCO, Pixabay
Mit dem Verschwinden des Algorithmus wird künstliche Intelligenz noch undurchsichtiger

Der Trend hin zur immer stärkeren Verwendung künstlicher Intelligenzen wird diese Verschlossenheit noch verstärken: Bald lässt sich selbst für ihre Erschaffer kaum noch sagen, wie eine künstliche Intelligenz reagieren wird.

Das wird der Fall sein, wenn Algorithmen allmählich zugunsten von Machine Learning und dem noch autonomer agierenden Deep Learning in den Hintergrund treten: Hier lernen Maschinen selbstständig Regeln und danach zu agieren und - im Falle des Deep Learnings - diese sogar auszubauen.

Ein Beispiel dafür ist der dem menschlichen Gehirn nachempfundene Google-Computer, der 2012 Berühmtheit erlangte: Er hatte die Aufgabe, zehntausend Fotografien in Kategorien einzuteilen und legte daraufhin auch selbstständig einen Ordner mit Katzenbildern an - ohne je gelernt zu haben, was Katzen sind.

Wird diese künstliche Intelligenz Mainstream, lassen sich die Regeln, nach denen Wissen organisiert wird, von außen kaum durchschauen - die Maschinen stellen sie auf. In der Folge können Regierungen ein Facebook nicht auf die Herausgabe seines Algorithmus verklagen. Es wäre so, als wolle man von einem Menschen wissen, woher er weiß, dass eine Katze eine Katze ist: Es verschwindet in der Black Box des (künstlichen) Geistes, in der Folge gehorcht der Fluss von Informationen im Web zunehmend intransparenteren Gesetzen.

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