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Journalisten haben Angst vor Leserkommentaren und dem Social Web
23.04.2014 Sie haben Angst um ihre Rolle als Gatekeeper: Denn rund 60 Prozent der deutschen Journalisten befürchten, dass Leserkommentare und das Social Web die künftige Berichterstattung über ein Thema beeinflussen. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die das PR-Agenturnetz Ecco gemeinsam mit Newsroom erstellt hat.
Die Bedeutung der Kommentare zeigt sich vor allem darin, dass sie in rund 60 (2011: 70) Prozent der Redaktionen regelmäßig besprochen werden. Und das, obwohl nach wie vor rund die Hälfte (51,2 Prozent, 2011: 48,9 Prozent) der Journalisten davon überzeugt ist, dass Leserkommentare in erster Linie nur von denjenigen gelesen werden, die sie auch selbst schreiben.
Der Stil der Kommentare ist in den letzten Jahren offensichtlich weniger sachlich und zum Teil polemischer geworden. Gaben 2011 noch 68,2 Prozent der Antwortenden an, die Diskussionen seien in hohem Maß oder überwiegend sachlich, hat sich dieser Anteil auf nur noch 59 Prozent deutlich reduziert. Gleichzeitig ist der Anteil derer, die den Ton als polemisch bezeichnen, von 10,8 auf 16,9 Prozent gestiegen.
