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Händler fordern nachhaltigere Verpackungen

19.11.2021 Eine EHI-Studie zu Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce sieht großen Nachholbedarf in Sachen Nachhaltigkeit.

 (Bild: Pregis)
Bild: Pregis
Nachhaltigkeit gewinnt auch im Versand- und Retourenmanagement immer mehr an Relevanz. So sehen Onlinehändler die größten Optimierungsmöglichkeiten bei nachhaltigeren Versandverpackungen. In der EHI  -Studie "Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2021" geben mit 24 Prozent die meisten Befragten an, dass die Nachhaltigkeit der Verpackungen die dringendste Optimierungsmaßnahme darstellt.

Verpackungsgröße und -material muss stimmen

Neben dem generellen Fokus auf Nachhaltigkeit legen die Befragten bei Verpackungen Wert auf ein optimales Größenverhältnis (20 Prozent), einen optimalen Materialeinsatz (17 Prozent) sowie der Vermeidung von Füllmaterial (15 Prozent). Die Wiederverwendbarkeit von Verpackungen bzw. der Einsatz von Mehrwegverpackungen erachten nur zehn Prozent der Onlinehändler als aktuelle Optimierungsmaßnahme.

Aufpreis für schnelle Lieferungen

Für besonders schnelle, von den Standardzeiten abweichende Lieferzeiten nehmen die Händler teilweise einen Aufpreis. Vorwiegend verlangen sie diesen ab einer schnellstmöglichen Belieferung innerhalb von 24 Stunden oder kürzer (kumulierter Anteil von 25 Prozent). Von den acht Prozent der Unternehmen, die eine Lieferung am selben Tag der Bestellung ermöglichen, fordern sechs Prozent einen Aufpreis. Je länger die Lieferzeit, desto seltener wird ein Aufpreis verlangt. Häufig bieten die Händler unterschiedliche Optionen an: einen schnelleren Versand, für den Versandkosten berechnet werden sowie einen langsameren Standardversand mit Gratisauslieferung.

Retournierte Artikel bleiben häufig A-Ware

Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist in der Lage, mindestens zwei Drittel der retournierten Artikel wieder als A-Ware zu verkaufen. Besonders hoch ist der Anteil bei Händlern aus den mengenmäßig stark von Retouren geprägten Bereichen Fashion und Accessoires sowie Sport und Freizeit. Wenn ein gewisser Anteil der Retouren nicht als A-Ware wieder verkauft werden kann, hat dies unterschiedliche Gründe. Für fast zwei Drittel der befragten Onlinehändler (62 Prozent) besteht die Ursache darin, dass die jeweiligen Artikel in der Qualität so sehr beeinträchtigt sind, dass die Aufbereitung nicht möglich oder zu aufwändig ist. Alle weiteren Gründe wie Gebrauchsspuren (24 Prozent), begrenzte Haltbarkeiten oder Hygieneanforderungen (je 18 Prozent) fallen deutlich ab.
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