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Handelsmarketing: KI bleibt vor allem Effizienzwerkzeug

06.10.2026 Händler setzen Künstliche Intelligenz im Marketing vor allem für die Content-Produktion ein. Die Potenziale sehen Marketingverantwortliche allerdings in Effizienz, Automatisierung und Kostensenkung. Doch es wächst die Sorge vor austauschbarer Kommunikation.

 (Bild: Koelnmesse/Fotograf.)
Bild: Koelnmesse/Fotograf.
Künstliche Intelligenz ist im Handelsmarketing angekommen, wird bislang aber vor allem für die Erstellung von Inhalten eingesetzt. Das zeigt der "Marketing Insights Report 2026" des EHI  . 43,8 Prozent der befragten Marketingverantwortlichen bewerten den Einsatz generativer KI in der Content-Produktion als hoch oder sehr hoch.

Deutlich geringer ist die Nutzung in anderen Bereichen: KI in Kundeninteraktion und Kundenservice erreicht 29,2 Prozent, bei Personalisierung und Angebotssteuerung sind es 21,3 Prozent. In der Marketingplanung sowie bei Predictive Analytics liegt der Anteil jeweils bei 16,7 Prozent. Die größten Chancen verbinden die Befragten mit einer effizienteren Marketingarbeit. 62,5 Prozent der Nennungen entfallen auf Effizienz, Automatisierung und Kostenvorteile. 37,5 Prozent sehen Vorteile bei datenbasierten Analysen und der Unterstützung von Entscheidungen.

Der zunehmende KI-Einsatz bringt aus Sicht der Marketingverantwortlichen allerdings auch Risiken mit sich. 45,2 Prozent der Antworten thematisieren die Gefahr austauschbarer Kommunikation oder einer geschwächten Markenidentität. Damit gewinnen laut EHI Qualitätsstandards, Freigabeprozesse und die Verantwortung für die Markenführung an Bedeutung. Bei den Marketingkanälen bleiben die eigene App, E-Mail-Marketing, der Webauftritt, Instagram und Instore-Werbung sowohl heute als auch perspektivisch besonders wichtig. An Bedeutung gewinnen sollen vor allem Generative Engine Optimization (GEO), TikTok, YouTube und digitale Prospekte. Klassische Print-Handzettel sind aktuell noch relevant, werden für die Zukunft jedoch schwächer eingeschätzt.

Marlene Lohmann sieht Händler deshalb vor der Aufgabe, ihr Kanalportfolio kontinuierlich anzupassen: "Unsere Studien zeigen, welche Kanäle heute wichtig sind und welche künftig noch wichtiger werden. Für Händler heißt das: Sie sollten Wachstumskanäle gezielt ausbauen und regelmäßig prüfen, welche ihrer bisherigen Kanäle sich weiterhin bewähren."
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