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Was Möbelhändler beim Onlineverkauf besser machen können
08.04.2020 Der deutsche Möbelhandel lebt von seinem stationären Filialnetz und hat bisher die Strategie verfolgt "stationär first, online second". In der Corona-Krise wird das Onlineshopping jedoch zur Überlebensfrage. Was die Kunden erwarten:
Onlinehürden beim Möbelkauf
Während bis zu den Geschäftsschließungen aufgrund der Corona-Pandemie rund 56 Prozent der Deutschen ihre Möbel nach wie vor im stationären Handel kauften, gaben bereits 42 Prozent der Befragten an, ihre Möbel sowohl online als auch im stationären Handel zu kaufen. Dies bietet Perspektiven für die Zukunft: "Online-Shopping bietet einen großen Convenience-Aspekt. Allerdings muss die Möbelbranche es schaffen, die digitalen Vertriebskanäle mit den stationären zu verknüpfen. Ausgereifte Omnichannel-Konzepte bieten daher ein großes Wachstumspotential für den deutschen Möbelmarkt, sagt Maximilian Pohlmann , CMO Brand & Communications bei Wohnklamotte Business.61 Prozent der Deutschen finden es eher "nicht schwierig" bis "gar nicht schwierig" Möbelstücke online zu kaufen. Die Möglichkeit bequem von zu Hause aus zu bestellen und sich auch große Möbelstücke liefern zu lassen, überzeugen die deutschen Onlineshopper. Es gibt aber auch Onlinehürden, die das Shopping erschweren: 78 Prozent der Befragten wollen Möbel nicht nur anhand von Bildern bestellen, 37 Prozent können online die Maße schlecht einschätzen und der Rückversand von großen Möbeln stellt rund die Hälfte (51 Prozent) vor eine Herausforderung. Deswegen werden bevorzugt Deko-Accessoires (63 Prozent) und Heimtextilien (58 Prozent) online gekauft.
Augmented Reality und Showroom
Die Möglichkeit, Möbel in einer realen Umgebung zu testen, ist die Stärke des stationären Handels. Doch auch für Online Pure Player gibt es hierfür kundenzentrierte Lösungen, denn Showroom-Konzepte (von 46 Prozent der Befragten gewünscht) und Augmented-Reality-Angebote erlauben es, ein Produkt in den eigenen Räumlichkeiten anzuschauen (von 47 Prozent bevorzugt).Social Commerce auf dem Vormarsch
Die Hälfte der Deutschen hat keine genaue Vorstellung von einem Produkt, wenn sie auf der Suche nach neuen Möbeln sind. Als Inspirationsquelle für den Möbelkauf dienen die Social-Media-Plattformen Instagram und Pinterest. Ein Großteil (70 Prozent) der Deutschen hat innerhalb von Social-Media-Kanälen schon mal ein Produkt angeklickt und 20 Prozent davon haben darüber schon ein Produkt gekauft. Empfehlungsmarketing und Influencer bewegen vor allem die jungen Generation (18-24 Jahre) dazu, Möbel online zu kaufen.Zu den beliebtesten Möbel-Online-Shops der Deutschen zählen Ikea (58 Prozent), Amazon (41 Prozent) und Otto (33 Prozent). "Dies deckt sich mit der Strategie von Ikea, die sich seit zwei Jahren auf den Ausbau des Online-Geschäftes und die nahtlose Verknüpfung aller Kanäle konzentrieren", sagt Pohlmann. Der Online-Umsatz von Ikea stieg 2019 um 33,2 Prozent auf 494 Millionen Euro.
