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Corona und die Folgen

Pandemie: Vor allem Jüngere planen Jobwechsel

23.05.2022 Bei rund einem Drittel der deutschen Erwerbstätigen hat die Pandemie den Wunsch nach beruflicher Veränderung verstärkt. Andererseits ist er bei 64 Prozent der Befragten nicht größer geworden. Tendenziell gilt: Je jünger desto unzufriedener.

 (Bild: geralt/ Pixabay)
Bild: geralt/ Pixabay
The Great Resignation versus Einstellungswelle in Deutschland: Wird eine drohende Kündigungswelle auch in Deutschland zur Sorge deutscher Arbeitgebender? Eine repräsentative Umfrage des Jobportals Monster   in Zusammenarbeit mit YouGov   unter 2.052 Deutschen ab 18 Jahren, davon 1.017 Erwerbstätige, zeigt: Bei jeder oder jedem Dritten Berufstätigen (32 Prozent) ist der Wunsch nach beruflicher Veränderung während der Pandemie größer geworden. 24 Prozent dieser Befragten gaben an, dass die Pandemie die Bindung zum aktuellen Unternehmen negativ beeinflusst hat.

Vor allem Jüngere wünschen sich berufliche Veränderung

Laut dem diesjährigen HR-Report 'Monster Insights' wollen 93 Prozent der Unternehmen 2022 Personal einstellen. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Zeitgleich machen Meldungen von großer Job-Unzufriedenheit und Kündigungswellen, vor allem in den USA und England, die Runde. Stecken wir auch in Deutschland bereits in der Great Resignation?

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen gaben an, dass sich ihr Wunsch nach beruflicher Veränderung während der Pandemie nicht verstärkt hat. Bei den Wechselwilligen fällt auf: je jünger desto höher der Wunsch nach Veränderung. Bei den 18 bis 24-Jährigen sind es tendenziell 43 Prozent, bei den 45 bis 54-jährigen noch 33 Prozent und in der Altersklasse 55+ zeigen sich nur noch 15 Prozent unzufrieden.

Wer bereits voll im Berufsleben steht und über eine Lehre oder einen vergleichbaren Abschluss eingetreten ist, ist am zufriedensten: 67 Prozent der Befragten dieser Kategorie wünschen sich derzeit keine berufliche Veränderung. Bei den Befragten mit akademischem Abschluss sind es immerhin noch 63 Prozent, die in den vergangenen zwei Jahren nicht ins Grübeln kamen.

Pandemiejahre hatten nur bedingt negativen Einfluss auf den Bindungsgrad

Für beinahe die Hälfte der Befragten (48 Prozent), hat sich in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren die Bindung zum Arbeitgebenden nicht negativ verändert. Für 9 Prozent ist die Bindung zum Unternehmen sogar stärker geworden.

Bei den 24 Prozent, die das Gefühl haben, die Bindung zu ihrem aktuellen Arbeitgebenden verloren zu haben, nannten 13 Prozent die gestiegene mentale Belastung in der Krise als Grund. Die intransparente Kommunikation des Arbeitgebenden (9 Prozent) und die Verlagerung der Tätigkeiten ins Homeoffice (7 Prozent) waren weitere Ursachen dafür.
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