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Karriere

45 Prozent planen einen Jobwechsel

21.01.2022 Der Trend geht hin zum Jobwechsel, ganz nach dem Motto: "Neues Jahr, neuer Job". In welchen Branchen besonders viele wechselwillig sind:

 (Bild: DAK-Gesundheit)
Bild: DAK-Gesundheit
Nur 9 Prozent aller Befragten sind mit ihrer aktuellen Jobsituation sehr zufrieden. 35 Prozent sind hin- und hergerissen und über 34 Prozent sind mit der aktuellen Jobsituation nicht wirklich im Reinen. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Umfrage der Personalberatung Michael Page  , in der 1.193 Menschen u.a. dazu befragt wurden, mit welchen beruflichen Wünschen sie in das neue Jahr starten.

In den einzelnen Branchen gibt es Unterschiede: Während 40 Prozent der Befragten aus der Finance-Branche glücklich mit ihrer aktuellen Jobsituation sind, halten wiederum 40 Prozent aus dem Sales- und Marketing-Bereich die Augen nach einer neuen beruflichen Herausforderung auf. In der IT-Branche sind 32 Prozent der Befragten zufrieden mit ihrer aktuellen Jobsituation, 29 Prozent sind wiederum unzufrieden.

Finance-Branche ist hoch im Kurs

ExpertInnen und Führungskräfte in der Finance-Branche sind gefragt - so können sich KandidatInnen mit entsprechender Qualifikation selbstbewusst in die Bewerbungsphase begeben. Auch die Corona-Pandemie ändert nichts an den guten Jobaussichten. Andersherum gilt es für Arbeitgeber, das Angebot im Hinblick auf Benefits, Gehalt und Zukunftsaussichten attraktiv zu gestalten.

Laut 72 Prozent der Befragten aus der Finance-Branche ist der Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung der Hauptgrund für potenzielle Jobveränderungen. Wer einen Wechsel anstrebt, sollte technische Fähigkeiten, aber auch Erfahrungen mit Tools wie MS Power BI sowie Modellierungs- und Programmierungskenntnisse mitbringen. Fast die Hälfte der Befragten gibt als weiteren Grund für einen möglichen Jobwechsel außerdem den Wunsch nach einem höheren Gehalt an. "BilanzbuchhalterInnen, Group Accountants oder auch Senior Controller dürfen sich bei einem Wechsel auf bis zu 15 Prozent mehr Gehalt freuen. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach vergleichbaren Profilen lässt sich eine Gehaltsentwicklung auf diesem Niveau auch für die kommende Zeit prognostizieren", bewertet Michael Baier, Managing Director von Michael Page in Deutschland und Österreich, die Situation in der Branche.

Vertrieb- und Marketing-Branche in Corona-Zeiten

Während die Corona-Pandemie im Marketing keine größeren Veränderungen im Arbeitsalltag einher gebracht hat, sind für ArbeitnehmerInnen im Vertrieb zunächst wichtige persönliche Kunden-Kontakte weggefallen, dessen Erfolg auf den direkten Kontakt und Austausch im Netzwerk beruht. Das barg Unzufriedenheiten mit der aktuellen Job-Situation. Bei einem Wechsel wünschen sich 74 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen aus dem Marketing und Vertrieb von potentiellen Arbeitgebern eine klare Kommunikation und Transparenz. Gerade in der aktuellen Zeit spielt die persönliche Note eine große Rolle.
Nur 9 Prozent aller Befragten sind mit ihrer aktuellen Jobsituation sehr zufrieden.
Nur 9 Prozent aller Befragten sind mit ihrer aktuellen Jobsituation sehr zufrieden. (Grafik: Michael Page)

Mehr Wertschätzung im Arbeitsalltag in der IT-Branche gewünscht

38 Prozent der UmfrageteilnehmerInnen aus der IT-Branche geben den Wunsch nach mehr Anerkennung und Wertschätzung für die eigene Arbeit als einen Grund für einen Jobwechsel an. Dies ist unter anderem eine Folge der hybriden Arbeitswelt. Michael Baier erläutert: "Während IT-KandidatInnen auf dem Arbeitsmarkt stark umgarnt sind, fehlt im Arbeitsalltag zwischen virtuellen Meetings oft der Raum für die zwischenmenschliche Komponente. Der kurze Small Talk auf dem Gang oder ein gemeinsamer Kaffee in der Küche bleiben im Homeoffice aus und damit auch oft die Zeit für Wertschätzung." Gerade in der aktuellen Zeit sollten Führungskräfte Empathie, Einfühlungsvermögen und Vertrauen ins Team zeigen. Darüber hinaus ist es zentral, Optimismus auszustrahlen, die Teammitglieder zu empowern sowie Kritik zuzulassen.
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