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Alphabet-Quartalszahlen: Warum der Google-Motor stottert

22.04.2016 Die Google-Mutter Alphabet   hat ihren Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert - und trotzdem offenbart sich eine Schwäche des Konzerns: Die Werbepreise sinken deutlich.

 (Bild: William Iven/Pixabay)
Bild: William Iven/Pixabay
Auf den ersten Blick konnte die Google  -Mutter Alphabet fantastische Zahlen verkünden: Um fast 20 Prozent ist der Nettogewinn im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahr gewachsen - auf nunmehr 4,21 Milliarden US-Dollar. Auch der Konzernumsatz stieg kräftig: Um 17,4 Prozent auf 20,26 Milliarden.

Zugleich verkündete das Unternehmen aber auch einige weniger schöne Kennziffern: So ist der Durchschnittspreis, den Google für eine Werbeanzeige erzielt, erneut gesunken. Neun Prozent weniger als im Vorjahr erlöst Google inzwischen. 2015 war der Durchschnittspreis bereits um ein Prozent gegenüber Vorjahr gesunken.

Diese Entwicklung ist für Google kritisch. Denn von den Erlösen her betrachtet ist Google ein One-Trick-Pony. Obwohl das Unternehmen unzählige Geschäftsfelder besetzt - die von Mobile-Anwendungen über Smart Home, Big Data bis zu selbstfahrenden Autos reichen - macht das Unternehmen mehr über 90 Prozent seiner Umsätze mit Werbung. Alle anderen Geschäftsfelder wachsen zwar stark, machen aber vor allem Verluste: Nach einem Minus von 633 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum stieg dieses nun gar auf 802 Millionen Dollar.

Im Inneren ist Google komplett von Werbung abhängig. Hier steht Google nun unter enormen Wachstumsdruck: Bei sinkenden Preisen muss die Zahl der Werbeschaltungen steigen, um weiterhin eine positive Entwicklung zu erreichen. Im vergangenen Jahr legte das Werbevolumen um 29 Prozent zu - Googles Werbeeinnahmen stiegen lediglich um 16 Prozent auf 18 Milliarden US-Dollar.

Es ist absehbar, dass unter diesen Umständen Googles Wachstum endlich ist. Der Preisverfall wird Google langfristig einholen.

Verschärft wird diese Situation dadurch, dass sich auch die Wünsche der Werbekunden wandeln. Nutzerprofile werden in Zeiten des Programmatic Buying immer wichtiger. Facebook   und - in Zukunft - Amazon   sind hier starke Wettbewerber. Google hingegen besitzt bis heute hauptsächlich Nutzungs- statt Nutzerdaten.
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