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Die Zukunft ist das Wissensportal

von sr

23.04.2007 Auch wenn immer mehr Konkurrenz aus dem Web 2.0 droht: Der professionelle Online-Journalismus wird auch künftig seine Bedeutung haben. Nur werden sich eben Art und Inhalt der Berichterstattung im Vergleich zu heute deutlich verändern.

Es ist ja irgendwie schon kurios: Während Multimedia-Agenturen dank Web 2.0 wieder über volle Auftragsbücher jubeln können, haben Online-Publisher wegen des Internet-Booms zunehmend mit Zukunftsängsten zu kämpfen. Gerade Blogger entwickeln sich immer mehr zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für klassische Online-Medien im B2B-Bereich. Denn die Web-2.0-Konkurrenz ist mit ihrer Berichterstattung dank Trackbacks und Verlinkungen nicht nur oftmals schneller. Sondern manchmal sogar kompetenter als der durchschnittliche Online-Journalist. Schließlich schreibt ein Blogger nicht zuletzt auch deswegen über die neue Online-Strategie seines ehemaligen Arbeitgebers, weil er durch seine Kontakte direkt an der Quelle sitzt.

Wer hier als Publisher von Fach-Informationen nur mit nackten News dagegen halten will, verliert schon bald den Anschluss. Das Online-Publishing-Modell der Zukunft ist daher kein News-Dienst, sondern ein Wissensportal. Herzstück von iBusiness.de (neben einem rund 80.000 Artikel umfassenden Volltext-Archiv und dem über 4.000 Grafiken starken Chart-Service) ist seit dem Relaunch im vergangenen Herbst unser Relation Browser. In einer Tag-Wolke bekommen Leser die wichtigsten Themen angezeigt und in welchem Zusammenhang dazu Firmen, Personen und andere Themenbereich stehen. Einen Mehrwert, den in dieser Form kein traditionelles News-Portal bieten kann.

Auch der Heidelberger Kress-Verlag   beschreitet einen ähnlichen Weg und setzt in Zukunft auf eine Vernetzung von Nachrichten, Personen-Datenbank und Web-2.0-Diensten. Was zeigt: Eine Zukunft für den professionellen Online-Journalismus gibt es in jedem Fall. Nur werden sich Art und Inhalt der Berichterstattung künftig zunehmend verändern.

Thema:

Studie: Traditionelle News-Portale sind vom Aussterben bedroht

Zweitverwertung, Agenturhörigkeit, Einfallslosigkeit: Einer aktuellen Studie zufolge haben klassische Nachrichten-Portale zunehmend unter der Geldknappheit der Verleger zu leiden. Und werden deswegen in Zukunft verstärkt Leser an Web-2.0-Dienste verlieren. Um zu überleben, müssen sich die kränkelnden News-Dienste vom puren Nachrichtengeschäft verabschieden.

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 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft

Kommentar von sr

Die Zukunft ist das Wissensportal

Auch wenn immer mehr Konkurrenz aus dem Web 2.0 droht: Der professionelle Online-Journalismus wird auch künftig seine Bedeutung haben. Nur werden sich eben Art und Inhalt der Berichterstattung im Vergleich zu heute deutlich verändern.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
2. Teil: 10 Thesen: Warum sich der Online-Journalismus verändern wird
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