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Sexy Selfies von Frauen sind ein Indikator für wirtschaftliche Unterdrückung
10.09.2018 Die University of New South Wales (UNSW) in Sydney hat mit einer neuen Studie die Gründe aufgedeckt, warum Frauen sexy Selfies von sich veröffentlichen. Sie zeigt, dass Frauen mehr dazu tendieren, sich in Gesellschaften mit größerer wirtschaftlicher Ungleichheit zu sexualisieren, als dort, wo sie aufgrund ihres Geschlechts unterdrückt werden.
"Wir haben danach geschaut, wo auf der Welt dieses Verhalten am häufigsten auftritt", so Blake. "Was wir herausgefunden haben, ist, dass Frauen dazu tendieren, Zeit und Aufwand in sexy Selfies zu investieren, wo die wirtschaftliche Ungleichheit steigt und nicht in Gesellschaften, in denen Männer mehr Macht besitzen oder die grundsätzliche Ungleichheit der Geschlechter weit verbreitet ist."
Die Erkenntnisse gelten gleichermaßen in verschiedenen Ländern der Welt und selbst unter Berücksichtigung von Faktoren, die Verhaltensmuster beeinflussen können, wie beispielsweise die Bevölkerungsgröße, der Entwicklungsstand der Gesellschaft und der Internetzugang. "Diese Formen des Verhaltens sind evolutionstheoretisch gesehen absolut rational und sogar angepasst. Die Grundidee ist, dass die Art und Weise, wie Menschen um Freunde wetteifern bzw. die Dinge, die sie tun, um an die Spitze der Hierarchie zu gelangen, wirklich wichtig sind. Genau hier setzt die Forschung an - es geht darum, wie Frauen miteinander konkurrieren und warum sie es tun", sagt Blake. "Wenn also eine junge Frau ihren Bikini provokant in das richtige Licht rückt, dann sieht sie sich nicht als stumpfsinnig oder als Opfer der Umstände an. Sie erkennt, dass sie eine strategische Mitspielerin in einem komplexen, sozialen und entwicklungsmäßigen Spiel ist. Sie versucht das, was sie aus ihrem Leben machen möchte, zu maximieren - so wie jeder andere auch", fasst Blake zusammen.
