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Kampf dem Dampf-Couponing: Fünf Grundagen für eine erfolgreiche Coupon-Strategie

06.08.2014 Gutscheine und Coupons sind ein beliebtes Mittel im Customer Relations Management, werden jedoch oft wirkungslos eingesetzt: Grund sind die wahllose Streuung unpersönlicher Vergünstigungen. Um mehr aus Coupon-Marketing herauszuholen, müssen fünf Basis-Voraussetzungen gegeben sein, auf denen eine erfolgreiche Strategie aufbauen kann.

Couponing kommt in Deutschland nicht richtig in Fahrt (hier eine Mobile-Couponing-Anwendung mit iBeacons). (Bild: Barcoo)
Bild: Barcoo
Couponing kommt in Deutschland nicht richtig in Fahrt (hier eine Mobile-Couponing-Anwendung mit iBeacons).
  1. Nicht nur online denken
    Auch wenn es ein komfortabler Weg ist, Gutscheincodes zu verteilen, bringt es wenig, die Vergütungen nur über Gutscheinportale zu streuen. Die angebotenen Rabatte verlieren so ihre Wertigkeit. Zudem werden die frei zugänglichen Codes überwiegend von Interessenten genutzt, die ohnehin bereits kurz vor Kaufabschluss stehen.

    Höhere Aufmerksamkeit auch bei Neukunden erzielen noch immer Gutscheine in Papierform, etwa als persönlich gestaltete Postkarte, diese werden durch das haptische Erlebnis als wertvoller wahrgenommen und überzeugen eher, den angebotenen Rabatt auch wirklich zu nutzen.

  2. Nicht nur Bestandskunden belohnen
    Natürlich ist es essentiell, Treue zu belohnen und Bestandskunden mit Vergünstigungen und speziellen Angebote zu danken. Doch gerade in Bezug auf Coupons sind potenzielle Neukunden ein viel spannenderes Feld, da individuelle Rabatte über Kauf oder Niederlage entscheiden können. Webseiten-Besucher sollten deshalb beobachtet und schon vor Kauf oder Registrierung mit personalisierten Informationen im EMail-Postfach oder im Briefkasten abgeholt werden.

  3. Individuelle Angebote statt langweiligen Rabattcodes
    Unpersönliche Coupons und Gutscheine warten inzwischen an jeder Ecke auf Konsumenten. Das Internet ist überflutet mit Portalen, die nichts anderes tun, als Rabattcodes zu sammeln, und auch in beinahe jedem Paket verstecken sich weiterführende Angebote von Partnern - wirklich wahrgenommen werden diese Botschaften selten.

    Um aus der Masse an Botschaften herauszustechen, müssen Unternehmen ihre Angebote an die individuellen Bedürfnisse und Interessen potenzieller Kunden anpassen. Ein guter Anhaltspunkt kann hier zum Beispiel das Surfverhalten sein. Hat sich ein potenzieller Kunde beispielsweise ein bestimmtes Paar Schuhe angesehen, es dann allerdings nicht gekauft, wird die Freude über einen personalisierten Rabatt für genau dieses Paar im Briefkasten oder Posteingang groß sein. Schon allein das Bild der Traumschuhe auf der Gutschein-Postkarte sorgt hier für einen Eye-Catcher-Effekt.

  4. Tracking nicht vergessen
    Natürlich sollte wie bei jeder Marketing-Aktion auch der Erfolg des Coupon-Marketings gemessen und evaluiert werden. Die Nutzung jedes Codes sollte dabei genau erfasst und für die Planung weiterer Aktionen genutzt werden. Anstatt generische Codes willkürlich zu streuen, sollten Unternehmen lieber individuelle Rabattcodes an jeden einzelnen Kunden versenden. Das macht die Konversion nicht nur besser mess- und auswertbar, es wird gleichzeitig verhindert, dass die Codes im Internet landen und fortan für jeden Warenkorb genutzt werden.

  5. Über Coupons hinaus denken!
    Generell sind personalisierte Coupons nur der Anfang. Der Konsument hinterlässt inzwischen so viele digitale Fußabdrücke mit wertvollen Informationen, dass es Zeit wird, ihn dafür mit relevanten Informationen zu belohnen. Hat er sich interessiert durch das Angebot eines ECommerce-Shops geklickt, könnte zum Beispiel der Versand des aktuellen Katalogs inklusive individuellem Rabatt eine spannende Ergänzung sein. Hat ein Webseiten-Besucher eines Versicherers ein bestimmtes Versicherungsangebot angeschaut, überzeugt ihn vielleicht Informationsmaterial oder ein vorgefertigter Vertrag zu Sonderkonditionen im Briefkasten. Generell sollten die Bedürfnisse der Konsumenten bei jeder Aktion im Vordergrund stehen. Gehen Unternehmen auf diese ein, steigert sich auch die Chance, neue Kunden zu gewinnen.

Florian Werner ist Geschäftsführer des Retargeting-Services Remintrex  .
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