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Geschäftsklima: Stimmung der Digitalbranche hellt sich im Oktober auf
03.11.2020 Mit dem zuletzt verbesserten Geschäftsklima steigt auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Mehrheit der Unternehmen will in den kommenden drei Monaten zusätzliches Personal einstellen.
In der Oktober-Befragung stieg der Index zur aktuellen Geschäftslage um 1,8 Zähler auf 18,5 Punkte. Deutlicher legten die Erwartungen für die kommenden sechs Monate zu und stiegen um 4,0 Zähler auf 14,0 Punkte. Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, stieg im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Zähler auf 16,2 Punkte.
"Das Geschäftsklima in der Digitalbranche hat sich im Oktober weiter verbessert und entwickelt sich damit im Gegensatz zur Stimmung in der Gesamtwirtschaft positiv. Die Unternehmen blicken mehrheitlich mit Zuversicht in die Zukunft", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg . "Aber mit der Zuspitzung des Infektionsgeschehens und angekündigten pandemiebedingten Einschränkungen könnte in den kommenden Wochen auch die Unsicherheit wieder zunehmen. Digitalisierungsprojekte dürfen jetzt auf keinen Fall auf die lange Bank geschoben, sondern sollten gerade in der Krise konsequent und schnell umgesetzt werden."
Mit dem zuletzt verbesserten Geschäftsklima steigt auch die Nachfrage nach Arbeitskräften. Die Beschäftigungserwartungen legten deutlich zu, um 6,7 Zähler auf 23,0 Punkte. Das bedeutet, dass die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden drei Monaten zusätzliche Arbeitskräfte einstellen will. Das spiegelt sich auch bei den Geschäftshemmnissen wieder. Der Fachkräftemangel stieg im Vergleich zum Vorquartal um 4,1 Zähler auf 25,4 Punkte. Zugleich geht eine Mehrheit der Unternehmen von geringfügig steigenden Preisen aus. Der Preisindex legte gegenüber dem Vormonat leicht um 0,8 Zähler auf 4,0 Punkte zu.
In der Gesamtwirtschaft entwickelte sich die Stimmung gegenläufig. Das ifo Geschäftsklima gab um 1,2 Zähler auf 2,6 Punkte nach. Zwar verbesserte sich die Geschäftslage um 2,6 Zähler auf 5,9 Punkte. Aber die Erwartungen gingen deutlich um 5,0 Zähler zurück und lagen erstmals seit Juni wieder im negativen Bereich bei -0,7 Punkten.
